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Russische Beteiligung

FBI stoppte angeblich Verkauf von Saab

Pikantes Detail beim Spyker-Deal: Die US-Bundespolizei FBI hatte laut einem Medienbericht den Verkauf von Saab an den niederländischen Sportwagenhersteller zunächst gestoppt – wegen Sicherheitsbedenken. So soll Spyker über einen Investor Verbindungen zur russischen Mafia gehabt haben.

Saab: Der schwedische Autobauer ist an Spyker gegangen
Foto: ddp/DDP
Saab: Der schwedische Autobauer ist an Spyker gegangen

Geheimdienstler haben nach Medienberichten eine russische Beteiligung beim Kauf des schwedischen Autoherstellers Saab verhindert. Die Stockholmer Wirtschaftszeitung „Dagens Industri“ berichtete, dass die US-Bundespolizei FBI nach Informationen aus dem schwedischen Geheimdienst Säpo den schon beschlossenen Verkauf von Saab durch General Motors (GM) an den kleinen niederländischen Sportwagenhersteller Spyker Mitte Januar gestoppt hatte.
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Ausschlaggebend seien Angaben über Verbindungen der russischen Finanzgruppe Antonow, einem Miteigner von Spyker, zur organisierten Kriminalität gewesen. Der Saab-Verkauf an das niederländische Unternehmen kam dann zwei Wochen später ohne Beteiligung Antonows doch noch zustande.

Säpo habe dazu auch Informationen über ein Verbot von Investitionen der russischen Gruppe in Großbritannien durch die dortige Finanzaufsicht in die USA übermittelt.

Schwedische Regierungsstellen wollten sich zu den Angaben der Zeitung nicht äußern.

GM hatte erstmals im Dezember 2008 angekündigt, Saab verkaufen zu wollen. Saab schrieb in seiner 20 Jahre langen Geschichte als GM-Tochter fast durchgängig Verluste und rutschte im vergangenen Jahr wie die Mutter in die Insolvenz. Ein Abschluss mit dem schwedischen Luxus- und Sportwagenhersteller Koenigsegg scheiterte im vergangenen Jahr. Zuletzt hatte sich eine Investorengruppe um Formel-1-Boss Bernie Ecclestone für Saab interessiert, ein Angebot aber zurückgezogen.

Damit standen für eine Übernahme theoretisch nur noch der schon länger interessierte Sportwagenbauer Spyker und eine Investorengruppe um den ehemaligen MAN-Chef Hakan Samuelsson zur Verfügung.dpa/lw

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