Unternehmen
Opel-Chef Hans Demant tritt zurück
Freitag, 15. Januar 2010 11:23Demant bleibt jedoch im Unternehmen, hieß es. Er soll künftig für die Produktrechte von General Motors zuständig sein. Die Nachfolge als Opel-Geschäftsführer wird GM-Europachef Nick Reilly übernehmen. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass Opel 12.000 Mitarbeiter in Deutschland - und damit jeden zweiten Beschäftigten - in Kurzarbeit schickt.

Opel-Chef Hans Demant ist zurückgetreten. Der 59-Jährige bleibe jedoch im Konzern, teilte der Autohersteller am Freitag in Rüsselsheim mit. Demant werde künftig dafür zuständig sein, die Produktrechte der Opel-Mutter General Motors (GM) zu überwachen.
Der Autobauer kämpft seit über einem Jahr ums Überleben. Bis Ende Januar will Reilly ein Sanierungskonzept vorlegen. Das Konzept ist die Grundlage für Verhandlungen über Staatshilfen. GM hat den Bedarf auf 3,3 Milliarden Euro beziffert, rund 2,7 Milliarden sollen die Regierungen aufbringen. Zum Konzern gehört auch das Opelwerk in Eisenach mit rund 1700 Mitarbeitern, in dem der Kleinwagen Corsa produziert wird. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ müssen die Eisenacher im Januar und Februar elf Tage kurzarbeiten.
Der angeschlagene Autobaukonzern schicke insgesamt etwa 12.000 Mitarbeiter in Deutschland in Kurzarbeit. Das sei etwa die Hälfte der Belegschaft der vier Standorte. Die Produktion werde wegen geringerer Nachfrage gedrosselt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Firmensprecher.dpa/mim
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