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10.01.10

Währungs-Tricks von Chávez

Venezolaner geraten in Konsum-Panik

Der venezolanische Diktator Hugo Chávez hat die Abwertung des Bolivar gegenüber dem US-Dollar bekannt gegeben. Daraufhin bricht Konsum-Panik aus: Viele Menschen stürmen die Geschäfte in Venezuela um noch schnell eines der begehrten Importgüter zu kaufen – die nun teurer werden könnten.

© AFP
Sturm auf die Geschäfte: Bürger in Venezuela geraten in Konsum-Panik

Nach der drastischen Abwertung der Landeswährung Bolivar haben die Menschen in Venezuela die Geschäfte gestürmt, um einem Preisanstieg zuvorzukommen. Sie versuchten vor allem Fernseher, Computer und andere Importwaren zu kaufen.

Präsident Hugo Chávez hatte zuvor ein System zweier fester Wechselkurse gegenüber dem Dollar bekannt gegeben, als die meisten Venezolaner ein Baseball-Spiel verfolgten. Die Nachricht von der damit verbundenen Abwertung des Bolivar führte zu dem Sturm auf die Geschäfte.

Venezuela hatte im Jahr 2009 mit 25 Prozent bereits die höchste Inflationsrate in ganz Amerika. Die Regierung räumte ein, dass die Währungsabwertung zu weiteren Preissteigerungen führen werde.

Der offizielle Kurs zur US-Währung wurde von 2,15 Bolivar für einen Dollar auf 4,6 Bolivar je Dollar geändert.

Lediglich für einige Importgüter des Grundbedarfs wie Lebensmittel und Medikamente sowie für Industriemaschinen wurde ein Kurs von 2,6 Bolivar je Dollar festgelegt.

Chávez sieht sich im elften Jahr seiner Herrschaft mit einer Rezession und einer galoppierenden Inflation konfrontiert. Zu der Abwertung wurde er auch von der Wirtschaft gedrängt.

Die Veränderung der Wechselkurse habe das Ziel, die Wirtschaft Venezuelas zu stärken, nicht notwendige Importe zu reduzieren und den Export zu fördern, sagte Chávez im Fernsehen.

Quelle: Reuters/oht
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