Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
01.12.09

Einzelhandel

Karstadt schließt zehn weitere Warenhäuser

Karstadt stellt im Frühjahr den Betrieb in zehn weiteren Filialen ein. Das Aus von drei Häusern hatte die Arcandor-Tochter bereits angekündigt - darunter die Fililale in Berlin-Biesdorf. Berlin bleibt nun von weiteren Schließungen verschont. Die verbleibenden Häuser sollen mit Hilfe eines Insolvenzplans weitergeführt werden.

© AP
karstadt_DW_Wirtschaft_Dortmund.jpg

Der insolvente Warenhauskonzern Karstadt wird im Frühjahr zehn weitere Filialen schließen. Betroffen sind mit insgesamt knapp 1.200 Mitarbeiter. Das teilte der Beauftragte des Arcandor-Insolvenzverwalters für den Warenhausbereich, Rolf Weidmann, am Dienstag in Essen mit. Zuvor war schon die Schließung von drei Häusern angekündigt worden, damit werden 13 Häuser eingestellt.

Die verbleibenden 120 Filialen mit mehr als 25.000 Beschäftigten sollen mit Hilfe eines Insolvenzplanverfahrens fortgeführt werden. Dabei handelt es sich um 86 Warenhäuser, 26 Sporthäuser und 8 Schnäppchencenter.

Der Insolvenzverwalter hatte in den vergangenen Wochen mit allen Karstadt-Gläubigern über Sanierungsbeiträge verhandelt. Dabei hatten zuletzt auch die Vermieter deutliche Zugeständnisse gemacht. Weidmann betonte: "Durch die Sanierungsbeiträge der Gläubigergruppen können wir einige Filialen bundesweit weiterführen, die ursprünglich auf unserer Prüflisten standen. Diese Filialen beschäftigen über 1.700 Mitarbeiter."

Nun soll Weidmann zufolge zügig ein Sanierungskonzept für die Warenhauskette erarbeitet und die Suche nach einem Investor aufgenommen werden. Beide Prozesse könnten bereits im Frühjahr 2010 erfolgreich abgeschlossen sein, prognostizierte er. Für die von der Schließung betroffenen Mitarbeiter werde neben dem Angebot einer Transfergesellschaft auch geprüft, ob sie vereinzelt von den verbleibenden Häusern übernommen werden könnten.

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane bezeichnete die Entscheidung zur Schließung der 13 Häuser als "außerordentlich bitter für die Beschäftigten". Es sei aber positiv, dass für die große Mehrheit der Karstadt-Mitarbeiter eine Perspektive gefunden wurde. Sie empfahl der Tarifkommission die Zustimmung zu den weiteren Arbeitnehmerbeiträgen zur Sanierung der insolventen Kaufhaus-Kette. Demnach werden die Beschäftigten bis Ende August 2012 auf Urlaubsgeld, tarifliche Vorsorgeleistungen und Teile des Weihnachtsgeldes im Gesamtwert von 150 Millionen Euro verzichten.

Quelle: AP/dma
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote