Top 50
Die Lieblings-Arbeitgeber deutscher Akademiker
BMW, Google oder die Max-Planck-Gesellschaft – von diesen Arbeitgebern träumen junge Akademiker laut einer Studie. In der Krise achten die Nachwuchs-Fachkräfte demnach bei der Bewerbung um Jobs weniger auf das Image einer Firma. Viele können sich gut vorstellen, beim Geheimdienst einzusteigen.
Deutschlands junge Wirtschaftswissenschaftler möchten am liebsten bei BMW, der Lufthansa oder bei Audi arbeiten. Die beiden Autobauer und die Fluggesellschaft gelten Berufseinsteigern oder Nachwuchsfachkräften als die Top drei der idealen Arbeitgeber.
So ähnlich sehen das auch Ingenieure mit bis zu acht Jahren Berufserfahrung, für allerdings der Elektrokonzern Siemens an dritter Stelle steht. IT-Fachleute mit Studium favorisieren Google, IBM und Microsoft. Favoriten der Naturwissenschaftler sind Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck- oder Fraunhofer-Gesellschaften und der Chemie-Konzern Bayer.
Tabelle: Top Ten der Lieblings-Arbeitgeber von Akademikern 2009
Dies zeigt eine Studie der Beratungsfirma Universum, die mehr als 7000 Akademiker nach ihren Lieblings-Arbeitgebern befragte. Die Befragten durften – nach vier Fachrichtungen getrennt – aus einer Liste von jeweils 150 vorgegebenen bekannteren Unternehmen ihre fünf Idealfirmen nennen.
"Durch die Krise haben sich die Präferenzen der Berufstätigen in Bezug auf die Arbeitgeberwahl verschoben", sagte Universum-Sprecherin Joanna Rusin-Rohrig. Das Ansehen eines Unternehmens gehöre nicht mehr zu den entscheidenden Faktoren der Attraktivität. Das Image sei bei der Studie 2008 noch für 38,9 Prozent der Befragten wichtig gewesen. In diesem Jahr hätten lediglich 21,6 Prozent Wert darauf gelegt.
Laut Universum achten die Akademiker 2009 mehr auf die jeweiligen Chefs der Unternehmen: 22,1 Prozent hätten ein inspirierendes Top-Management als Kriterium für einen idealen Arbeitgeber genannt (2008: 11,7 Prozent).
Im Vergleich zur Arbeitgeber-Studie 2008 hat der Sportwagen-Hersteller Porsche in der Gunst der Jungakademiker, sowohl bei den Wirtschafts- als auch bei den IT-Spezialisten, verloren. Siemens verbesserte sich im Ingenieur-Ranking um fünf Plätze auf Platz drei.
Zu den beliebtesten Arbeitgebern zählt sowohl bei den Computerfachleuten als auch bei den Naturwissenschaftlern der Bundesnachrichtendienst, der deutsche Auslandsgeheimdienst. Die Agentenbehörde schafft es in den Teil-Ranglisten der Arbeitgeber dort jeweils auf Platz 13. Auch Ingenieure liebäugeln mit dem Spionagejob, dort findet sich der BND auf Platz 42 wieder.
Die Ökonomen halten es da neben den klassischen Großunternehmen eher mit Beratungsfirmen wie Boston Consulting, Roland Berger oder McKinsey. Letztere können laut der Befragung, verglichen mit dem Rang des Vorjahrs, jedoch auch als Absteiger 2009 gelten: Bei den Ingenieuren verloren sie 28 Plätze und landeten auf Platz 47.
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