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Großaktionär

Drogerie-Chef Müller kauft sich bei Douglas ein

Der Drogerie-Unternehmer Erwin Müller ist neuer Großaktionär des Handelskonzerns Douglas. Er besitzt inzwischen mehr als drei Prozent der Anteile. Müller, der selbst eine Drogeriekette betreibt, will seine Teilhaberschaft bis auf rund 18 Prozent ausbauen.

Neuer Großaktionär: Der Drogerie-Unternehmer Erwin Müller hat Anteile an dem Handelskonzern Douglas erworben
Foto: AP
Neuer Großaktionär: Der Drogerie-Unternehmer Erwin Müller hat Anteile an dem Handelskonzern Douglas erworben

Der Drogeriemarkt-Unternehmer Erwin Müller hat mehr als drei Prozent der Anteile am Handelskonzern Douglas (Parfümerien) übernommen. Dies teilte Douglas mit. Von Müller war zunächst keine Stellungnahme zu einem Medienbericht zu erhalten, wonach der Anteil an Douglas auf 18 Prozent erhöht werden soll. Die Douglas-Aktie legte an der Börse zeitweise mehr als sechs Prozent zu.

„Dies könnte Spekulationen Nahrung geben, dass der bislang größte Douglas-Anteilseigner August Oetker ein Übernahmeangebot für das gesamte Unternehmen abgeben könnte“, sagte ein Börsianer.

Die Schweizer Privatbank Sarasin & Cie. Hatte zuvor einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ über den heimlichen Kauf von Aktien des Handelskonzerns Douglas für Müller dementiert.

Die Bank habe zwar im Sommer 2009 ihren Anteil auf 10,8 Prozent der Stimmrechte an Douglas ausgebaut, der Aktienkauf sei aber weder heimlich noch im Auftrag von Müller oder eines Dritten erfolgt, sagte ein Sprecher. Die Bank habe die Beteiligung an Douglas auf eigene Rechnung und zur Absicherung von Handelsgeschäften erworben.

Der „Focus“ hatte vorab berichtet, der Ulmer Müller steige bei Douglas ein und halte seit wenigen Tagen drei Prozent an der Douglas Holding. Weitere gut 14 Prozent solle die Schweizer Privatbank Sarasin & Cie. in den vergangenen Monaten im Auftrag Müllers erworben haben. Auch diese Aktien wolle der Unternehmer kaufen.

„Douglas ist mein zweites Standbein“, sagte der Milliardär dem Magazin. Er sehe große Potenziale bei beiden Unternehmen. So könnten gemeinsamer Einkauf und Logistik Kosten sparen.

Die Drogeriemarktkette Müller will den Angaben zufolge im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro erreichen. Jährlich wolle das Unternehmen 50 neue Filialen eröffnen. Müller betreibt laut „Focus“ nach Schlecker, Rossmann und dm die viertgrößte Drogeriemarktkette in Deutschland.Reuters/oht



Erschienen am 23.11.2009

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