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22.10.09

E-Book-Reader

Kindle beschert Amazon kräftigen Gewinnsprung

Mitten in der Wirtschaftskrise legt Amazon eine Steigerung bei Gewinn und Umsatz hin. Der E-Book-Reader Kindle trug kräftig zum Erfolg bei. Im Weihnachtsgeschäft wird der Boom vermutlich nicht nachlassen. In Deutschland war das Gerät gerade erst auf den Markt gekommen. Nun sinkt der Preis.

Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon.com hat mitten in der Wirtschaftskrise ein weiteres Mal Gewinn und Umsatz kräftig gesteigert. Ein Grund: Amazons Lesegerät für elektronische Bücher "Kindle" war zuletzt der bestverkaufte Artikel des US-Konzerns.

Der Online-Branchenprimus fährt damit weiter auf der Erfolgsspur. Mit seinen Zahlen für das dritte Quartal und den Aussichten für das wichtige Weihnachtsgeschäft übertraf Amazon die Erwartungen der Analysten klar.

Der Überschuss kletterte in den vergangenen drei Monaten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 68 Prozent auf 199 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg um 28 Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Dollar, wie Amazon am Donnerstag nach US-Börsenschluss am Sitz in Seattle mitteilte.

Amazon hat den E-Book-Reader gerade erst auch in Deutschland und anderen Ländern außerhalb der USA auf den Markt gebracht. Der Konzern senkt den Preis für die internationale Version nun von 279 Dollar auf den US-Preis von 259 Dollar. Allerdings fallen weitere Kosten unter anderem für den Versand an.

Amazon-Chef Jeff Bezos zeigte sich vom Erfolg des "Kindle" begeistert": "Wir stehen voll unter Strom", sagte er laut einer Mitteilung. Bezos will den "Kindle" bei digitalen Büchern zu einer ähnlichen Erfolgsgeschichte machen wie es Apples iPhone bei Mobiltelefonen ist.

Die Aktie lag in einer ersten nachbörslichen Reaktion klar im Plus. Für das laufende Schlussquartal rechnet Amazon mit Einnahmen zwischen gut 8,1 und mehr als 9,1 Milliarden Dollar. Dies wäre ein weiteres Wachstum zum Vorjahresquartal von bis zu 36 Prozent. Das Betriebsergebnis soll zwischen 300 und 425 Millionen Dollar liegen und damit sogar um bis zu 56 Prozent klettern.

Quelle: dpa/cl
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