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27.08.09

Sozialleistungen

CDU will Kinderjobs bei Hartz IV fairer behandeln

Eine Gerechtigkeitslücke bei Hartz IV will die Union schließen. Dies hat der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder angekündigt. So sollen die Ferienjobs von Kindern, deren Eltern Hartz IV bekommen, der Sozialleistung nicht mehr angerechnet werden. Derzeit dürfen sie nur 100 Euro im Monat dazuverdienen.

© AP
Volker Kauder
Unions-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder will eine Gerechtigkeitslücke bei Hartz IV schließen

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) will eine Gerechtigkeitslücke im Hartz-IV-System schließen. Kinder von Hartz-IV-Empfängern sollen künftig mehr Geld für sich selber dazu verdienen können, ohne dass ihren Eltern ein Großteil der Summe wieder abgezogen wird, sagte Kauder im ARD-Talkmagazin "hart aber fair".

Über einen konkreten Fall, in dem die Mutter einer Schülerin 334 Euro von ihrem Hartz-IV-Zuschuss zurückzahlen musste, sagte Kauder: "Dieser Fall wird geregelt werden, der wird so nicht mehr vorkommen können." In der nächsten Legislaturperiode werde man sich um diese Bestimmung kümmern. "Wir müssen das uns noch mal sehr genau anschauen."

Kinder von Hartz IV-Empfängern dürfen derzeit 100 Euro im Monat dazu verdienen. Von jedem zusätzlichen Euro werden den Eltern 80 Cent wieder abgezogen. In "hart aber fair" schilderten Mutter und Tochter ihren Fall.

Rund 600 Euro hatte die 15-jährige Tochter mit einem Ferienjob verdient, um sich eine Bass-Gitarre zu kaufen. Die Mutter erhält als Aufstockung 520 Euro Arbeitslosengeld II, von denen sie mehrere Monate lang die Rückzahlung wieder abstottern musste.

Quelle: ddp/dma
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