Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
12.08.09

Schiffsbau

Russische Investoren greifen nach Wadan-Werften

Gazprom-Aufsichtsrat Igor Jussufow will die insolventen Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde übernehmen. Einem Bericht zufolge ist ein Kaufpreis von 40,5 Millionen Euro im Gespräch. Eine Rettung des Unternehmens ist nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Sellering somit in greifbare Nähe gerückt.

© AP
Das Containerschiff Cynthia liegt am Ausrüstungskai der Wadan-Werft, die seit Anfang August insolvent ist
Das Containerschiff Cynthia liegt am Ausrüstungskai der Wadan-Werft, die seit Anfang August insolvent ist

Eine Rettung der insolventen Wada-Werften ist nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) in greifbare Nähe gerückt. Eine russische Schiffbaugruppe ist Medienberichten zufolge offenbar an der Übernahme der insolventen Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde interessiert. Wie NDR 1 Radio MV am Mittwoch berichtete, wollen Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) im Tagesverlauf mit Vertretern der Bundesregierung in Berlin über das Konzept der Russen beraten. Insbesondere die Tragfähigkeit der Übernahmepläne sollte geprüft werden.


Einem Bericht der "Ostseezeitung" zufolge handelt es sich bei dem Investor um den früheren russischen Energieminister Igor Jussufow, der im Aufsichtsrat von Gazprom sitzt. Sein Sohn Witalij, der als PR-Manager für den russischen Gaskonzern arbeite, sei ebenfalls eingebunden. Der Kaufpreis für beide Wertstandorte solle 40,5 Millionen Euro betragen. Bereits am Samstag solle die Übernahme erfolgen.

Wie das Blatt weiter berichtete, wollen die neuen Investoren über die Gazprom-Gesellschaft Gazflot milliardenschwere Aufträge an die deutsche Ostseeküste lenken. Hintergrund dafür sei der große Bedarf an eismeertauglichen Schiffen.

Für die Wadan-Werften war Anfang August das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die meisten der 2500 Beschäftigten der beiden Schiffbaubetriebe wechselten zum 1. August in eine Auffanggesellschaft. Ihnen wurde zunächst für fünf Monate eine Weiterbeschäftigung garantiert. Die Werften befanden sich vor ihrer Zahlungsunfähigkeit ein Jahr lang mehrheitlich in russischer Hand.

Quelle: ddp/dma
Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote