Schiffsbau
Russische Investoren greifen nach Wadan-Werften
Gazprom-Aufsichtsrat Igor Jussufow will die insolventen Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde übernehmen. Einem Bericht zufolge ist ein Kaufpreis von 40,5 Millionen Euro im Gespräch. Eine Rettung des Unternehmens ist nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Sellering somit in greifbare Nähe gerückt.
Eine Rettung der insolventen Wada-Werften ist nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) in greifbare Nähe gerückt. Eine russische Schiffbaugruppe ist Medienberichten zufolge offenbar an der Übernahme der insolventen Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde interessiert. Wie NDR 1 Radio MV am Mittwoch berichtete, wollen Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) im Tagesverlauf mit Vertretern der Bundesregierung in Berlin über das Konzept der Russen beraten. Insbesondere die Tragfähigkeit der Übernahmepläne sollte geprüft werden.
Einem Bericht der "Ostseezeitung" zufolge handelt es sich bei dem Investor um den früheren russischen Energieminister Igor Jussufow, der im Aufsichtsrat von Gazprom sitzt. Sein Sohn Witalij, der als PR-Manager für den russischen Gaskonzern arbeite, sei ebenfalls eingebunden. Der Kaufpreis für beide Wertstandorte solle 40,5 Millionen Euro betragen. Bereits am Samstag solle die Übernahme erfolgen.
Wie das Blatt weiter berichtete, wollen die neuen Investoren über die Gazprom-Gesellschaft Gazflot milliardenschwere Aufträge an die deutsche Ostseeküste lenken. Hintergrund dafür sei der große Bedarf an eismeertauglichen Schiffen.
Für die Wadan-Werften war Anfang August das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die meisten der 2500 Beschäftigten der beiden Schiffbaubetriebe wechselten zum 1. August in eine Auffanggesellschaft. Ihnen wurde zunächst für fünf Monate eine Weiterbeschäftigung garantiert. Die Werften befanden sich vor ihrer Zahlungsunfähigkeit ein Jahr lang mehrheitlich in russischer Hand.
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