Polizei warnt
Täter perfektionieren Datenklau an Geldautomaten
Dienstag, 20. April 2010 16:56Betrüger, die an Geldautomaten Kontodaten klauen, arbeiten immer effektiver. Im Rheinland beobachtet die Polizei derzeit gehäuft Automaten, die so manipuliert sind, dass selbst Bank-Mitarbeiter es kaum erkennen können. Zum Einsatz kommen extrem dünne Tastaturen und Geräte zum Auslesen der EC-Karten.

Gegen die neue Generation des Skimmings (Abschöpfen) schütze auch das Verdecken der Tastatur beim Eingeben der Geheimzahl nicht mehr. Die Täter montieren inzwischen sehr dünne, baugleiche Tastaturen über den Tasten der Geldautomaten und können damit die PIN-Zahlen abfangen. Parallel dazu werden wie bisher durch unscheinbare Vorsatzgeräte die übrigen Kartendaten beim Einschieben der Kontokarte abgeschöpft.
In manchen Fällen sind an einem einzigen manipulierten Geldautomaten hunderte Karten-Daten abgeschöpft worden. Mit den Daten können die Betrüger die EC-Karten komplett fälschen und mit den Dubletten – oft aus dem Ausland – die Konten der Karteninhaber plündern.
Die Ermittler empfehlen, nur gut bekannte Geldautomaten zu benutzen und auf Änderungen genau zu achten. Schon vor dem Einschieben der Geldkarte sollten beliebige Zahlenkolonnen eingetippt und dabei auch mehrfach die Bestätigungstaste gedrückt werden. Nach der tatsächlichen Transaktion und Kartenausgabe sollte diese Prozedur wiederholt werden, um den Tätern das Auffinden der richtigen Geheimzahl zu erschweren. Die Eingabe sollte nach wie vor verdeckt erfolgen. Zum Öffnen der Bankfiliale sollte eine andere Karte als für den Geldautomaten verwendet werden.dpa/roErschienen am 28.07.2009
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