28.02.13

Jobs

Arbeitslosigkeit geht in Berlin überraschend zurück

Im Winter legt die Arbeitslosigkeit regelmäßig zu. So stieg die Zahl der Jobsuchenden deutschlandweit an. Berlin stemmt sich gegen den Trend.

Quelle: Reuters
28.02.13 1:03 min.
Die Arbeitslosenzahl ist im Februar leicht angestiegen. Mit dem Schwächeln der Konjunktur habe das nichts zu tun, sondern allein mit der Saison, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit.

Unerwartet ist die Zahl der Arbeitslosen in Berlin im Februar leicht gesunken. 217.507 Menschen ohne Job waren im Februar registriert, wie die Arbeitsagentur am Donnerstag mitteilte. Das waren 1564 weniger als im Januar.

Die Arbeitslosenquote verringerte sich geringfügig um 0,1 Punkte auf 12,3 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2012 sank ihre Zahl sogar um 10.630 und 0,9 Punkte unter den Vorjahreswert.

Damit habe sich der Arbeitsmarkt in Berlin besser entwickelt als in einem Februar üblich, sagte der Chef der regionalen Arbeitsagentur, Dieter Wagon. "Die positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Berlin schaffen auch für den Abbau der Arbeitslosigkeit gute Voraussetzungen."

Dagegen ist die Zahl der Arbeitslosen in Brandenburg im Februar geringfügig gestiegen. Dort waren 147.946 Menschen ohne Job registriert, 713 mehr als im Januar. Die Arbeitslosenquote blieb damit weiter bei 11,0 Prozent.

Damit liegt Brandenburg im Bundestrend. Schnee und Frost haben sich im Februar zwar deutschlandweit bemerkbar gemacht, der Arbeitsmarkt zeigt sich aber insgesamt weiter robust. Die Zahl der Erwerbslosen stieg um 18.000 auf 3.156 000, die Arbeitslosenquote blieb dabei unverändert bei 7,4 Prozent. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar hat jahreszeitliche Gründe", erläuterte Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise.

Leichter Rückgang im Osten

Eine Zunahme der Erwerbslosigkeit in dieser Größenordnung ist im Februar üblich. In diesem Jahr sei sie sogar etwas schwächer ausgefallen als sonst, berichtete die BA. Saisonbereinigt ging die Zahl der Jobsucher von Januar auf Februar um 3000 auf 2,917 Millionen zurück. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl nahm zwar im Westen um 5000 zu, im Osten hingegen um 8000 ab.

Auch im Februar 2012 hatte die Arbeitslosenquote 7,4 Prozent betragen. Damals waren allerdings 46.000 Menschen weniger auf Stellensuche als jetzt. Zugleich stieg binnen Jahresfrist auch die Zahl der Erwerbstätigen um 239.000 auf 41,40 Millionen (jüngste Daten vom Januar). Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte um 353.000 auf 29,14 Millionen zu (Dezemberzahlen). Diese regulären Jobs entstanden in den weitaus meisten Bundesländern und Branchen, besonders in den wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Gesucht werden derzeit besonders Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkehr und Logistik. Auch im Verkauf und in den Gesundheitsberufen werden Mitarbeiter gebraucht. Allerdings geht die Nachfrage nach Arbeitskräften tendenziell zurück, wenn auch auf hohem Niveau. Im Februar waren bei den Arbeitsagenturen 431.000 offene Stellen gemeldet, das sind 42 000 weniger als vor einem Jahr.

Quelle: dpa/ap
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