28.02.13

Fernsehsender

Internet steigert Gewinn von ProSiebenSat.1

Online-Videos, -Spiele und -Musik haben das schwächelnde TV-Geschäft bei ProSiebenSat.1 ausgeglichen. Der Fernsehsender machte mehr Gewinn und setzt künftig noch stärker auf das Internet.

Foto: dpa

Ein Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media AG geht hinter dem Firmenlogo vorbei: Der Konzern hat gute Zahlen vorgelegt
Ein Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media AG geht hinter dem Firmenlogo vorbei: Der Konzern hat gute Zahlen vorgelegt

Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat dank starken Wachstums mit Internetangeboten 2012 Umsatz und Gewinn gesteigert. Während das Kerngeschäft mit TV-Sendern in Deutschland und Österreich stagnierte, fiel das Zubrot mit online vermarkteten Videos, Spielen und Musik sowie Partnerschaften mit Internet-Händlern deutlich üppiger aus als ein Jahr zuvor.

"Wir werden die Vernetzung unseres TV-Kerngeschäfts mit den digitalen Aktivitäten weiter intensivieren", kündigte Vorstandschef Thomas Ebeling an. Er erwarte auch 2013 steigende Erlöse und Gewinne.

Der Konzern aus Unterföhring bei München steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent auf 2,96 Milliarden Euro. Das war etwas mehr als das von Ebeling in Aussicht gestellte Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und übertraf auch die Schätzungen von Branchenexperten.

Weniger stark als erwartet stiegen jedoch das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 872 Millionen Euro und der Überschuss, der um 12,4 Prozent auf 295 Millionen Euro zulegte.

Abhängigkeit von Werbung verringern

Den Löwenanteil der Erlöse steuerten mit 1,9 Milliarden Euro weiterhin die deutschsprachigen Fernsehsender bei, die mit einem bereinigten Ebitda von 660 Millionen Euro auch nach wie vor die größten Gewinnbringer sind.

Wachstum kam jedoch allein aus den beiden Sparten Produktion und Vertrieb sowie digitale Angebote, mit deren Ausbau Ebeling die Abhängigkeit des Unternehmens von TV-Werbeeinnahmen verringern will.

Der Konkurrent RTL konnte dagegen Umsatz und Gewinn in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich steigern. Die Erlöse stiegen um 3,7 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis (Ebita) erhöhte sich um 9,8 Prozent auf 581 Millionen Euro, wie der Konzern am Montag mitgeteilt hatte. Die RTL-Gruppe litt allerdings unter schwachen Geschäften in anderen Ländern, die Zugewinne im deutschen Hauptmarkt zunichte machten.

ProSiebenSat.1 zieht sich gerade vollständig aus den nicht deutschsprachigen TV-Märkten zurück. Nach den Sendern in den Niederlanden und Belgien wurden im vergangenen Jahr auch jene in Skandinavien verkauft. Diese Transaktion solle bis Ende März abgeschlossen werden, kündigte ProSiebenSat.1 an.

Die Einnahmen aus dem Verkauf fließen auf Geheiß der Haupteigner KKR und Permira überwiegend den Aktionären zu: Wie bereits angekündigt, schüttet ProSiebenSat.1 in diesem Jahr 1,2 Milliarden Euro als Dividende aus – fast fünfmal so viel wie 2012. Pro Vorzugsaktie sind das 5,65 Euro.

Quelle: Reuters/cat
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