25.02.13

Recycling

Alba entsorgt jetzt Sondermüll in der Türkei

Die Berliner Recyclingprofis wollen zusammen mit einem Partner ein Sondermülllager bei Izmir betreiben und Elektroschrott entsorgen.

Foto: dpa

Neue Vorschriften sorgen in der Türkei für Nachfrage nach Recycling-Diensten
Neue Vorschriften sorgen in der Türkei für Nachfrage nach Recycling-Diensten

Die Berliner Recyclingfirma Alba Group steigt in die Müllentsorgung in der Türkei ein. Zur Entsorgung von Sonderabfall und Elektronikschrott sowie zum Recycling von Elektro-Geräten vereinbarte das Unternehmen in Ankara mit dem türkischen Mischkonzern Inci Holding (Izmir) das Gemeinschaftsunternehmen Alba Inci. Alba-Vorstand Axel Schweitzer sagte der Berliner Morgenpost, dass Alba mit Inci ein Sondermüllager bei Izmir betreiben wird. Die Berliner steuern Schweitzer zufolge ihre Kompetenz bei der Wiederverwertung bei.

"In der Türkei fallen nach Schätzungen pro Jahr 1,3 Millionen Tonnen Sondermüll an. Aber nur etwa 200.000 Tonnen werden so behandelt, wie es die Gesetze verlangen", sagt Schweitzer. Der Manager reist gerade als Mitglied der Wirtschaftsdelegation während des Türkei-Besuches von Kanzlerin Angela Merkel mit.

Zu dem Sondermüll, der von dem Gemeinschaftsunternehmen behandelt wird, gehören Schweitzer zufolge "ölhaltige Betriebsmittel" und alte Batterien. Aus einem Teil des Sondermülls sollen Brennstoffe für die Zementindustrie werden.

Mehr Bedarf durch neue Vorschriften

Neben dem Sondermüll wird Alba sich auch um die Entsorgung von Elektroschrott kümmern. Dafür haben sich laut Alba mit Beginn des Jahres die Vorschriften verändert. Unternehmen seien nun verpflichtet Geräte zurückzunehmen und zu recyceln. Vor allem internationale Unternehmen fragten wegen der neuen Gesetze verstärkt Recyclingdienstleistungen nach, heißt es bei Alba. Schweitzer sagte, dass das Engagement in der Türkei ein Umsatzvolumen im zweistelligen Millionenbereich habe. Zum Vergleich: Zehn Millionen türkische Lira sind rund 4,2 Millionen Euro.

Die Berliner Alba Group zählt eigenen Angaben zufolge mit knapp 9000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 3,2 Milliarden Euro zu den zehn größten Unternehmensgruppen für Recycling, Umweltdienstleistungen und Rohstoffhandel der Welt.

Quelle: hev/dpa
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