25.02.13

Hackbällchen

Pferdefleisch in Köttbullar von Ikea entdeckt

Tschechische Behörden weisen Pferde-DNA in den beliebten Fleischbällchen von Ikea nach. 760 Kilogramm der Ware mussten zurückgerufen werden.

Von Sebastian Geisler
Foto: miss eskimo-la-la from Stockholm

Bei Schweden-Fans beliebt: Die „Köttbullar“ genannten Hackbällchen gibt es in jedem Ikea-Restaurant
Bei Schweden-Fans beliebt: Die "Köttbullar" genannten Hackbällchen gibt es in jedem Ikea-Restaurant

Ikea-Freunde verbringen gern mal den ganzen Sonnabend in einer Filiale des schwedischen Möbelhauses - und dazu gehört für viele auch der Besuch im zugehörigen Restaurant. Und weil Menschen, die ihre Wohnung gern in jener anheimelnden Puppenstubenoptik einrichten, für die Ikea bekannt ist, auch sonst Skandinavien ganz toll finden, kommt dort meist überhaupt nur ein Gericht infrage: die "Köttbullar" genannten skandinavischen Hackbällchen mit dem Klecks Preiselbeermarmelade an der Seite. Ein Klassiker also. Aber folgende Meldung dürfte den Schweden-Fans gar nicht schmecken:

Tschechische Behörden haben in den "Köttbullar" Pferdefleisch nachgewiesen. Das teilte der Sprecher des staatlichen Veterinäramts, Josef Duben, am Montag mit. Labor-Analysen hätten Pferde-DNA in einer Ein-Kilogramm-Tiefkühlpackung der Ikea-Filiale in Brünn (Brno) nachgewiesen. Es handelte sich um eine Schweden hergestellte Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 22.1.2014.

Die gefrorenen Fleischbällchen waren als Rind und Schwein gekennzeichnet. Die Klopse sollten in tschechischen Filialen des schwedischen Möbelgiganten verkauft werden. Die Behörde wies Ikea an, das Produkt unverzüglich aus den Regalen zu nehmen. Insgesamt 760 Kilogramm der Ware wurden zurückgerufen.

Über das Schnellwarnsystem RASFF seien die übrigen EU-Staaten umgehend informiert worden.

Packungen wurden aus dem Verkauf entfernt

Die fraglichen Packungen wurden also aus dem Verkauf entfernt. Bedeutet das Entwarnung für alle Freunde skandinavischer Kost und Möbelhäuser?

Auch in Sachen Pferdefleisch gilt die Faustregel: Wo weiterverarbeitetes Fleisch stark gewürzt und mit Soße überdeckt serviert wird, lässt sich grundsätzlich auch einiges untermischen, was man am Ende nicht mehr rausschmecken kann, egal ob zum Beispiel bei Dönerfleisch oder eben Köttbullar.

Das allerdings war ja schon immer so.

Quelle: AP/dpa
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