23.02.13

Edle Design-TVs

Diese Fernseher sehen besser aus als der Rest

Einige Hersteller haben Design-Fernseher im Angebot. Sie sehen gut aus – und sind trotz Top-Ausstattung noch erschwinglich. Der Test zeigt, ob die Technik mit der Optik mithalten kann.

Foto: Audio Video Foto Bild

Platz 4: Toshiba 42YL985:
Ohne Rahmen: Nur eine dünne Metallleiste von etwa einem Millimeter Stärke fasst den Toshiba-Schirm ein. Der tatsächliche Bildrahmen ist erst nach dem Einschalten hinter der durchgehenden Glasfront sichtbar - sehr schick, gerade in dieser Preisklasse. Als Nächstes darf sich der Produktdesigner aber gerne die Menüs vornehmen. Die normalen TV-Einstellungen sind noch gut beherrschbar, die Menüpunkte für Multimedia-Extras sehen dagegen wirr aus. Wer den TV nur zum Fernsehen und für gelegentliche Ausflüge zu YouTube & Co. nutzt, ist trotzdem gut mit ihm beraten. Die Bildqualität ist ordentlich, die Farbwiedergabe kräftig. Für 3-D liefert Toshiba gleich acht Polfilter-Brillen mit.
Testergebnis: gut (2,45)
Preis: 1000 Euro

5 Bilder

Moderne Flachbildfernseher sind schwarz, schmucklos und im Design leicht verwechselbar? Stimmt nicht! Loewe, Philips, Samsung und Toshiba haben schicke Modelle im Programm, die besser aussehen als die Durchschnittsware. Viel teurer sind sie trotzdem nicht: Die Preise starten ab 800 Euro für ein 100-Zentimeter-Gerät mit Vollausstattung.

Von Samsung gibt's dafür einen UE40ES6710 mit glänzend weißem Rahmen und schlankem Fuß in Chrom-Optik. Dass sich dessen spiegelnde Oberfläche beim Anfassen als Kunststoff entpuppt, darf in dieser Preisklasse nicht verwundern.

Für 200 Euro mehr bietet Toshiba den 42YL985K an, gestaltet vom Designbüro Jacob Jensen, das auch schon für Bang & Olufsen gearbeitet hat. Bei diesem Modell setzen die Dänen auf gerade Linien und einen extrem schmalen Metallrahmen mit aufgesetzter Glasfront.

Auch Philips stellt Glas nach vorn, lässt die Front aber überstehen. Der massive Alu-Standfuß hält den Fernseher leicht nach hinten geneigt. Rund doppelt so viel wie die übrigen drei Testkandidaten kostet der Loewe.

Dafür ist er in Details schicker und liebevoller gemacht: Dank Abdeckklappen auf der Rückseite, die Anschlüsse und Kabel verbergen, macht er freistehend eine gute Figur. Und es gibt ihn in vielen verschiedenen Farbkombinationen. Die Fernbedienung wirkt ebenfalls hochwertiger als bei der Konkurrenz, einfacher in der Handhabung ist sie aber nicht.

Schluss mit hässlichen Receivern

Die Ausstattung der Testkandidaten kann sich sehen lassen: Alle vier haben HDTV-Empfänger für Satellit und Kabel eingebaut. Das erspart die meist schmucklosen Sat- oder Kabel-Receiver samt zugehöriger Fernbedienung. Öffentlich-rechtliche Programme lassen sich so ohne Umstände auch in HD-Qualität anschauen.

Für private HDTV-Programme und Bezahl-TV, etwa von Sky, ist ein Entschlüsselungsmodul nötig. Das kostet im Handel oder beim Kabelnetzbetreiber circa 80 Euro. Passende Einschübe dafür gibt's an allen vier Fernsehern.

3-D zählt in dieser Preisklasse mittlerweile zum Standard. Außer Loewe liefern die Hersteller die erforderlichen 3-D-Brillen gleich mit.

Außerdem üblich bei aktuellen Geräten: USB-Buchsen zur Foto- und Videowiedergabe per Speicherstift oder Festplatte. Über den USB-Anschluss lässt sich das digitale TV-Programm auch aufzeichnen. Verschlüsselte Programme wie die privaten HDTV-Sender sind jedoch oft gegen Aufnahmen gesperrt. Zeitversetztes Fernsehen, also das Programm für bis zu 90 Minuten anhalten und dann weiterschauen, funktioniert mit diesen Sendern ebenfalls.

Filme aus dem Internet

Fotos und Videos spielen die Fernseher auch aus dem heimischen Netzwerk ab – vorausgesetzt, sie sind per Kabel oder WLAN mit dem Internet-Router verbunden.

Über dieselbe Netzwerkverbindung gehen die Smart-TVs ins Internet. Sie bieten in ihren Menüs eine Angebotsauswahl, die speziell auf den TV-Schirm zugeschnitten ist. Dazu gehören Online-Videotheken wie Maxdome, die Mediatheken der TV-Sender, Musikvideos sowie YouTube, Picasa und Internetradio.

Philips und Samsung haben das breiteste Angebot. Bei Loewe sind auch die Menüs sehr ansehnlich, Toshiba kann weder in Auswahl noch Bedienbarkeit mithalten.

Überraschung beim Ton

Loewe beweist, dass schickes Design nicht zulasten der Tonqualität gehen muss: Der Connect ID klang im Test deutlich besser als die Konkurrenz und ließ kaum den Wunsch nach zusätzlichen Lautsprecherboxen aufkommen.

Die Unterschiede in der Bildqualität waren gering: Der Toshiba verschluckte Details in dunklen Szenen, beim Samsung störte der flaue Kontrast, wenn man schräg von der Seite auf den Bildschirm schaute. Mit HDTV und Blu-ray-Filmen reichte es aber durchweg für ein "Gut".

Fazit: Die vier Designerstücke sehen nicht nur ausgeschaltet gut aus, sondern geben auch im Betrieb ein überzeugendes Bild ab. Schnäppchen sind sie nicht, dafür bieten sie aber viel Ausstattung. Am besten brachte der Philips Form und Funktion unter einen Hut, dicht gefolgt vom etwas kostspieligen Loewe-Gerät.

Quelle: "Audio Video Foto Bild". Mehr zum Thema finden Sie in der "Audio Video Foto Bild", Ausgabe 3/2013.

Foto: Audio Video Foto Bild

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