20.02.2013, 07:39

Insiderverdacht FBI ermittelt im Heinz-Ketchup-Deal


Mehrere Flaschen Heinz Ketchup. Kürzlich hatten mehrere Finanzinvestoren eine Übernahme angekündigt

Foto: Oli Scarff / Getty Images

Mehrere Flaschen Heinz Ketchup. Kürzlich hatten mehrere Finanzinvestoren eine Übernahme angekündigt Foto: Oli Scarff / Getty Images

Kurz vor der Ankündigung der Übernahme der Ketchup-Firma Heinz durch Starinvestor Warren Buffett und 3G Capital soll es zu Unregelmässigkeiten gekommen sein. Es besteht Verdacht auf Insiderhandel.

Auffällige Börsengeschäfte kurz vor der Ankündigung der Übernahme von Heinz Ketchup haben auch die US-Bundespolizei FBI auf den Plan gerufen. Sie geht zusammen mit der bereits eingeschalteten US-Börsenaufsicht SEC dem Verdacht nach, dass Anleger vorzeitig Wind von dem Zukauf bekommen hatten und mit Finanzwetten daran verdienen wollten. Derartiger Insiderhandel aber ist verboten.

"Das FBI beratschlagt sich mit der SEC, um zu ergründen, ob ein Verbrechen verübt wurde", erklärte ein Polizeisprecher am Dienstag gegenüber der "New York Times". Damit droht den bislang unbekannten Anlegern nun auch die strafrechtliche Verfolgung.

Starinvestor Warren Buffett hatte zusammen mit dem Finanzinvestor 3G Capital am Donnerstag seinen Plan verkündet, den amerikanischen Ketchup-König H.J. Heinz für 23 Milliarden Dollar zu schlucken.

Daraufhin war die Aktie in die Höhe geschossen. Bei einer Überprüfung stellte die SEC fest, dass die besagten Anleger just am Tag zuvor ungewöhnlich viele Finanzwetten auf steigende Kurse abgeschlossen hatten.

Konto in der Schweiz eingefroren

An das Geld kommen die Verdächtigen derzeit allerdings nicht heran. Die SEC hatte am Freitag mit einem Eilbeschluss das Vermögen auf dem Konto einfrieren lassen, über das die auffälligen Börsengeschäfte liefen.

Dort liegen nun unrealisierte Gewinne von 1,7 Millionen Dollar. Weil die Transaktionen jedoch über Zürich abgewickelt wurden, konnten die Besitzer des Kontos bislang nicht festgestellt werden.

(dpa/dma)
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