19.02.13

Aktienkurs

Google-Aktie steigt erstmals über 800 Dollar

Anleger sind zuversichtlich über das Entwicklungspotenzial der Internetfirma Google. Sowohl der Suchmaschine als auch den Produkten wird mehr Profit zugetraut. Weiterhin plant Google eigene Shops.

Foto: REUTERS

Mitarbeiter vor der europäischen Google-Zentrale in Zürich
Mitarbeiter vor der europäischen Google-Zentrale in Zürich

Erstmals haben Google-Aktien an der Börse die 800-Dollar-Marke (597 Euro) geknackt. In Frankfurt kletterte der Kurs sogar über 600 Euro. Der Rekordpreis kurz nach US-Handelsbeginn zeigt, dass das Vertrauen in den Internetkonzern zurückgekehrt ist: Ihm werden noch höhere Profite mit seiner Suchmaschine und im immer wichtiger werdenden Markt der mobilen Geräte zugetraut.

Diesen Meilenstein erreicht das Unternehmen gut fünf Jahre, nachdem es im Oktober 2007 die 700-Dollar-Marke überschritten hatte. Danach brach die Wirtschaft in ihre schlimmste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg ein. Auch Googles Kurs taumelte, was zu Veränderungen im Führungsstil des Unternehmens führte.

Der Aufschwung der Aktie macht nicht nur Google-Mitarbeiter und andere Aktionäre reich, sondern gilt auch als Anerkennung für den Mitgründer des Unternehmens, Larry Page. Seit er Eric Schmidt als CEO im April 2011 ablöste, ist der Kurs insgesamt um 35 Prozent gestiegen. Google wird seit August 2004 an der US-Technologie-Börse Nasdaq gehandelt.

Internet-Konzern plant eigene Shops

Nach Apple und Microsoft denkt auch Google über eigene Läden in den USA nach. Die Geschäfte könnten Geräte unter dem Google-Markennamen oder auch Technik des übernommenen Handy-Herstellers Motorola verkaufen, schrieb das "Wall Street Journal".

Allerdings sei noch offen, wann und wo die Läden öffnen könnten und ob Google die Pläne noch in diesem Jahr umsetzen werde, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Schon am Wochenende hatte zunächst das Blog "9to5Google" von den Überlegungen berichtet.

Apple hat weltweit mehr als 400 Geschäfte. Sie erzielen erhebliche Umsätze und sind zugleich ein wichtiges Schaufenster für die Geräte. Microsoft hat bisher rund 30 eigene Geschäfte vor allem in Nordamerika und plant weitere. Die Läden wurden für den Windows-Riesen wichtiger mit dem Start des ersten eigenen Tablets Surface im vergangenen Jahr. Konkurrent Samsung eröffnete im vergangenen Jahr einen großen Store in Frankfurt.

Quelle: AP/dpa/woz
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