18.02.2013, 21:55

Bilanz Deutsche Bahn fährt 2012 Rekordergebnis ein


Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, kann ein Erfolgsjahr für das Unternehmen verkünden

Foto: Florian Schuh / dpa

Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, kann ein Erfolgsjahr für das Unternehmen verkünden Foto: Florian Schuh / dpa

Die Deutsche Bahn werde 2012 das beste Ergebnis in der Geschichte abliefern – damit verkündete Bahnchef Rüdiger Grube ein Rekordergebnis. Beim Güterverkehr sind schwarze Zahlen zu erwarten.

Die Deutsche Bahn hat nach den Worten ihres Vorstandschefs Rüdiger Grube 2012 ein Rekordergebnis eingefahren. "Die DB AG wird 2012 wieder ein gutes Ergebnis abliefern, das beste in der Geschichte der Deutschen Bahn", sagte Grube der "Deutschen Verkehrs-Zeitung".

Zudem wird der Güterverkehr auf der Schiene schwarze Zahlen schreiben. "Für das Geschäftsjahr 2012 haben wir beim Schienengüterverkehr den Turnaround geschafft", sagte Grube. "Das Ergebnis von DB Schenker Rail Deutschland hat sich um über 80 Millionen Euro verbessert." Damit werde die Sparte einen Gewinn von 17 Millionen Euro abliefern.

Der Bahn-Konzern hatte 2011 knapp 38 Milliarden Euro Umsatz und einen Überschuss von rund 1,3 Milliarden Euro ausgewiesen.

Einem Börsengang erteilte Grube abermals eine Absage. "Wäre der Börsengang 2008 geglückt, hätten wir einen Börsenprospekt machen müssen. Darin hätte nichts gestanden von S-Bahn Berlin, nichts von Achsenbruch, nichts von den Lieferproblemen. Und wir hätten einen Rechtsstreit nach dem anderen", wird der Bahnchef zitiert. "Das Thema Börsengang ist für mich kein Thema und ich würde ihn unserem Eigentümer zurzeit auch nicht empfehlen."

Ringen um Mehrkosten von Stuttgart 21

Am selben Tag deuteten sich beim Ringen um die Finanzierung der Mehrkosten für Stuttgart 21 in ersten offiziellen Verhandlungen keine Annäherung zwischen Bahn und dem Bundesland Baden-Württemberg an. Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bekräftigte nach den zweistündigen Gesprächen mit Bahnvorstand Volker Kefer am Montag, dass das Land nicht mehr als die zugesagten 930 Millionen Euro zahle. "Die Zuwendungen sind gedeckelt", fügte er nach dem Treffen in Stuttgart hinzu.

Dagegen mahnt die Bahn nach der prognostizierten Kostenexplosion ein grundsätzliches Bekenntnis des Landes zum Weiterbau des Projekts an. Manager Kefer sprach von einer "schwierigen Situation", Hermann davon, dass man sich im Kreise drehe. Ein für Ende Februar anberaumte Sitzung des Lenkungskreises der S-21-Projektpartner wird abgesagt.

(dpa/sara)
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