18.02.13

Airline

Zehntausende Iberia-Passagiere von Streik betroffen

Die Mitarbeiter der spanischen Fluglinie Iberia wehren sich gegen Lohnkürzungen und einen Abbau von Arbeitsplätzen. Auswirkungen hat der Streik, der bis Freitag dauern soll, auch auf die Lufthansa.

Foto: dpa

Am Boden: Flugzeuge der spanischen Airline Iberia
Am Boden: Flugzeuge der spanischen Airline Iberia

Im Kampf gegen den Abbau von Arbeitsplätzen und Lohnkürzungen treten die Mitarbeiter der spanischen Fluggesellschaft Iberia bis Freitag in einen fünftägigen Streik. 70.000 Passagiere sind nach Angaben der Airline von dem Ausstand betroffen. Iberia sagte 415 Flüge ab, doch insgesamt werden rund 1200 Flüge ausfallen, da an den spanischen Flughäfen durch den Streik nicht genügend Servicepersonal zur Verfügung steht.

Auch einige Flüge an Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt sind betroffen. Iberia Express habe vorerst die tägliche Abendverbindung Madrid-Frankfurt annulliert, sagte ein Sprecher des Rhein-Main-Airports.

Auch die Lufthansa muss Flüge streichen

Die Lufthansa kündigte an, zunächst je einen täglichen Flug von Frankfurt nach Bilbao und einen Flug von München nach Bilbao zu streichen. Dort kümmert sich das Iberia-Personal auch um die Abfertigung der deutschen Fluglinie. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, Betroffene könnten kostenlos umbuchen. Passagiere sollten sich im Vorhinein informieren.

Die Beschäftigten des Boden- und Kabinenpersonals der spanischen Fluggesellschaft waren von den Gewerkschaften aufgerufen worden, aus Protest gegen einen geplanten Stellenabbau bis zum Freitag die Arbeit niederzulegen. Danach soll bis Ende März noch an zehn weiteren Tagen gestreikt werden. Der Protest richtet sich gegen die Sanierungspläne von Iberia, die den Abbau von rund 3800 der insgesamt 20.000 Arbeitsplätze vorsehen.

Verkehrsministerin Ana Pastor warnte vergangene Woche, dass auch erheblicher Schaden für die ohnehin angeschlagene Wirtschaft des schuldengeplagten Landes entstehen könne. Sie forderte das Management und die Gewerkschaften deshalb auf, dringend eine Einigung zu erzielen. Zwei weitere fünftägige Streiks sind angekündigt.

Die Fluggesellschaft, die rote Zahlen schreibt, plant die Streichung von 3807 Stellen und Kürzungen beim Gehalt der Mitarbeiter. Iberia fusioniert 2011 mit der profitablen British Airways zur International Airlines Group.

Quelle: Reuters/dpa/pos
Quelle: dapd
28.08.12 1:29 min.
Wer stundenlang im Terminal festsitzt, sollte seine Rechte kennen. Grundsätzlich gilt innerhalb der EU: Airlines müssen dem Fluggast helfen, auch wenn die Verspätung durch Streik verursacht wurde.
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