17.02.2013, 15:12

Stichprobe Pferdefleisch auch im Berliner Döner und Chili

In immer mehr Produkten wird Pferdefleisch entdeckt. Ein Lebensmittelinstitut hat nun auch Anteile im Döner in Berlin und Leipzig gefunden.

Der Skandal um falsch deklarierte Fleischprodukte zieht immer weitere Kreise und hat nun nach den Fertiggerichten in Tiefkühltheken deutscher Supermärkte auch die Döner-Buden erreicht.

Die Supermarktkette Rewe nahm wegen des Verdachts auf Pferdefleisch zwei weitere Tiefkühlprodukte aus dem Verkauf. Betroffen seien "Rewe Chili con Carne" und "Rewe Spaghetti Bolognese", teilte das Unternehmen am Sonntag in Köln mit.

Der Hersteller SGS Geniesser Service habe zuvor darüber informiert, dass er nicht ausschließen könne, dass die beiden Produkte Anteile von Pferdefleisch enthalten. Kunden können die Artikel im jeweiligen Rewe-Markt zurückgeben und bekommen den Verkaufspreis erstattet.

Das Institut für Produktqualität IFP entdeckte in einem Döner Pferdefleisch. Das RTL-Magazin "Extra" hatte nach eigenen Angaben von IFP in 20 Imbiss-Läden in Leipzig und Berlin Döner-Stichproben untersuchen lassen.

Auch Schweinefleisch im Döner

In einer Probe sei ein Anteil von knapp einem Prozent Pferdefleisch entdeckt worden, teilte der Sender am Sonntag mit. Darüber hinaus hätten drei weitere Proben bis zu sieben Prozent Schweinefleisch enthalten, das Muslime nicht verzehren. Döner werden normalerweise mit Rind- oder Lammfleisch oder auch Puten- und Hühnerfleisch gemacht.

In Deutschland und anderen europäischen Ländern waren in den vergangenen Tagen Spuren von Pferdefleisch in Fertiggerichten, die eigentlich Rindfleisch enthalten sollten, entdeckt worden.

In Deutschland nahmen die Supermarktketten Edeka, Real, Rewe und Kaiser's Tengelmann sowie der Tiefkühllieferservice Eismann Lasagneprodukte aus dem Handel. Lidl stoppte den Verkauf von Rindfleischtortelloni der Eigenmarke Combino. Aldi Süd nahm Ravioli Bolognese und Rindergulasch in der Dose aus dem Handel. Ins Rollen gekommen war der Skandal nach entsprechenden Funden in Fertiglasagne in Großbritannien.

(dpa/mim)
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