13.02.13

Medion Akoya MD99170

Mit dem neuen Aldi-Notebook kann man zocken

Aldi-Notebook für 499 Euro: Zum 14. Februar ist das Medion Akoya MD99170 mit 15,6-Zoll-Display und zweitem Grafikchip bei Aldi Nord und Süd erhältlich. Ob es sein Geld wert ist, zeigt der Test.

Foto: Computer Bild

Medion Akoya MD99170:
Zum 14. Februar gibt es für 499 Euro das Medion Akoya MD99170 bei Aldi Nord und Aldi Süd.

12 Bilder

Die Rechenzentrale des Medion Akoya MD99170 stammt aus Intels Einstiegssegment (Core i3 3120M). Der 2,5-Gigahertz-Prozessor und vier Gigabyte Arbeitsspeicher reichen zwar für Office-Programme, Internet, Facebook & Co. völlig aus, zur schnellen Truppe gehört das Windows-8-Notebook aber nicht. So braucht es recht lange, um etwa einen Spielfilm in ein handlicheres Dateiformat umzuwandeln, damit die Wiedergabe per Smartphone klappt.

Die Bilder von Actionspielen wie Far Cry 3 bringt die zusätzliche Grafikkarte Nvidia Geforce GT 635M auf den Schirm. Der ist zwar schnell, aber nicht schnell genug, um Spieleheld Jason mit rasantem Tempo übers Display zu schicken – so liefen DirectX-10-Spiele durchschnittlich noch mit flüssigen 32 Bildern pro Sekunde, während das Akoya bei DirectX-11-Spielen mit durchschnittlich 20 Bildern pro Sekunde ins Stocken geriet.

Möchten Sie eine flüssige Wiedergabe, sollten Sie Filter wie die zur verbesserten Darstellung von Oberflächen (anisotropische Filterung) verringern oder ganz ausschalten. Die Testkriterien finden Sie im Artikel "So ermittelt "Computer Bild" das Spieletempo".

Verfälschte Farbwiedergabe

Fotos, Videos und Spiele präsentiert das nicht entspiegelte 15,6-Zoll-Display (39,6 Zentimeter) mit der Standardauflösung von 1366x768 Bildpunkten – leider mit verfälschten Farben, zudem lässt die Helligkeit bei seitlicher Betrachtung rapide nach. Immerhin bietet das Display einen sehr hohen Kontrast und braucht nur 5,3 Millisekunden für einen Bildwechsel – wichtig für eine schlierenfreie Wiedergabe von Filmen und Spielen. Ein größerer Bildschirm kann problemlos andocken – analog per VGA oder digital per HDMI. Aber das ist mittlerweile Standard im Notebook-Markt.

Ob Spiele, Programme oder Fotos – das Akoya bietet auf der Festplatte mit satten 932 Gigabyte Speicher ausreichend Platz. Das ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Auf der Unterseite des MD99170 sitzt ein Einschub für das Nachrüsten von SSDs mit Mini-PCI-Express-Anschluss.

Mit Ausnahme von Blu-rays liest und beschreibt das optische Laufwerk alle gängigen Silberscheiben. Zudem hat das Akoya einen Kartenleser für die Speicherkartentypen Microstick und Secure Digital (SD). Zwei der vier USB-Buchsen kommen mit USB-3.0-Technik. Bluetooth 4.0 ist ebenso an Bord wie schnelles WLAN.

Etwas knappe Akkulaufzeit

Word, Excel oder im Internet surfen – dabei reicht der Akku für eine Bahnfahrt von Hamburg bis Kassel (zweieinhalb Stunden). Bei der Videowiedergabe per DVD-Laufwerk reicht es immerhin von Hamburg bis Fulda (rund drei Stunden). Andere Notebooks sind da ausdauernder.

Beim Arbeiten bleibt das Akoya sehr leise (0,3 Sone). Auch beim Spielen und Filmeschauen lärmen die Lüfter nicht, sind mit 0,9 Sone aber zu hören. Beim Betrieb auf den Oberschenkeln wird das Akoya nicht warm – zudem stören keine herausstehenden Kanten. Mit 2,5 Kilogramm ist das Gerät allerdings vergleichsweise schwer.

Design

Das Medion ist funktionell, aber kein Hingucker. Die Verarbeitung ist solide, auch wenn die verwendeten Kunststoffmaterialien nicht gerade Wertigkeit versprühen. Es ist deutlich stabiler als das Medion Akoya P7818, das Display im Deckel aus hartem Kunststoff ist verwindungssteif. Leider ist die Tastatur etwas klapprig und gibt bei starkem Druck nach, das Touchpad erzeugt laute Klickgeräusche.

Fazit: Für 499 Euro gibt's zwar kein richtig schnelles, aber ein ordentlich ausgestattetes Notebook bei Aldi. Die Verarbeitung geht in Ordnung, und die Festplatte bietet mit 932 Gigabyte viel Speicher.

Zudem lassen sich mit dem Grafikchip GT 635M selbst aufwendige Spiele zocken, wenn auch mit Einschränkungen. Das ist keinesfalls Standard in dieser Preisklasse.

Stärken: Sehr hoher Kontrast, schneller Bildwechsel, leise, große Festplatte

Schwächen: Verfälschte Farben, nicht entspiegelt, schwer

Testnote: befriedigend (2,54)

Erscheinungstermin: 14. Februar 2013 bei Aldi Nord und Süd

Testtabelle: Medion Akoya MD99170

Alternative: Asus VivoBook S200E

Das ähnlich teure Asus VivoBook S200E ist mit seinem 11,6-Zoll-Display zwar zwei Nummern kleiner, bietet dafür aber einen Touchscreen, der perfekt mit Windows 8 zusammenarbeitet. Es ist robust, leicht und erreicht ein ordentliches Tempo.

Mehr zum Thema:

Test: Die besten Notebooks

Quelle: Computer Bild. Mehr Tests bei computerbild.de.

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