Hertie-Insolvenz
Mitarbeiter gehen nach Kündigung wohl leer aus
Donnerstag, 25. Februar 2010 15:53Am Ende dieser Woche werden die Angestellten der insolventen Warenhauskette Hertie arbeitslos sein. In den nächsten Tagen erhalten sie ihre Kündigung. Bitter: Wahrscheinlich reicht das Geld aus dem Sozialplan weder für Abfindungen noch für Gehaltsfortzahlungen der 2600 Mitarbeiter.

Foto: ddp/DDP
Aus und vorbei: Hertie schliesst seine Türen für immer
Erste unbezahlte Freistellungen könne es bereits in zwei Wochen geben. Ein Plan für die bevorstehende Schließung für die 54 verbliebenen Hertie-Warenhäuser werde in den kommenden Tagen vorgelegt, sagte Horn. „Für die Mitarbeiter kommt das nicht überraschend“, sagte Horn.
Das Ende der regulären Kündigungsfrist werde von den Hertie-Beschäftigten niemand mehr erreichen. Ein Interessenausgleich sehe Regelungen etwa zu den Arbeitszeugnissen sowie den 10. August als frühesten Termin für die Freistellung vor. Insolvenzverwalter Biner Bähr hatte den Antrag damit begründet, dass keine Chance mehr auf eine Einigung mit den Hertie-Eigentümern, der britisch-niederländischen Immobiliengesellschaft MABV, bestehe. Zuvor hatte eine Investorengruppe vor dem Hintergrund fehlender langfristiger Mietverträge ihr Angebot zurückgezogen. Die Eigentümer kündigten an, für die von der Schließung betroffenen Hertie-Häuser neue Interessenten finden zu wollen. Die Briten hatten die damals noch unter dem Namen „Karstadt Kompakt“ firmierende Warenhauskette 2005 von den damaligen KarstadtQuelle AG (heute Arcandor) übernommen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2007/2008 (31.8.) hatte Hertie bei einem Umsatz von 441,3 Millionen Euro einen Verlust von 155,3 Millionen Euro gemacht. dpa/mosErschienen am 21.07.2009
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