Süßwaren
Halloren liefert Ost-Schokolade in die USA
Der ostdeutsche Süßwaren-Hersteller Halloren erweitert sein Exportgeschäft. Bald sollen US-Amerikaner von den gefüllten Schoko-Pralinen – Halloren-Kugeln – aus Halle naschen können. Die Schokoladenprodukte werden in den USA über Discounter verkauft. Die Firma setzt künftig mehr auf das Billig-Segment.
Die börsennotierte Halloren Schokoladenfabrik AG aus Halle will ihre Produktion ausbauen und den Export erweitern. "Wir haben jetzt einen Auftrag über die Lieferung von rund 40 Tonnen Schokoladenprodukten in die USA unter Dach und Fach", sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé.
Insgesamt plane Halloren Investitionen in Höhe von zwei Millionen Euro, davon eine Million Euro für den sächsischen Standort Delitzsch. Dort würden mit einer neuen Anlage gefüllte Krustenpralinen hergestellt. Rund eine Million Euro werden laut Lellé in den Verpackungsbereich in Halle und im Werk Cremlingen in Niedersachsen investiert.
Zu dem 40-Tonnen-Export in die USA zählten Pralinen, die dort in Geschäften eines deutschen Lebensmitteldiscounters angeboten werden, sagte der Vorstandsvorsitzende. Den Anteil des Exportgeschäft bezifferte der Halloren-Chef auf 30 Prozent in Delitzsch und am Standort Halle auf rund fünf Prozent,
"Wir merken eine sehr hohe Bereitschaft von Importeuren, Produkte von uns zu kaufen", sagte Lellé. Er verwies auf Anfragen aus osteuropäischen Ländern. Trotz Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten rechnet das Unternehmen mit einem um 42 Prozent auf 54 Millionen Euro gesteigerten Umsatz 2009 – im Vergleich zum Vorjahr. Das Vorsteuerergebnis von 2,3 Millionen Euro soll gehalten werden.
Die Übernahme des Delitzscher Werkes im Herbst 2008 sei ein Glücksfall für Halloren gewesen. "Wir sind nun in der Lage, alle Preissegmente zu bedienen", sagte Lellé. "Der Verbraucher ist sensibler geworden und schaut auf den Preis, günstige Schokolade und Pralinen sind gefragt."
Die Halloren Schokoladenfabrik AG ist nach eigenen Angaben mit mehr als 200 Jahren Firmengeschichte die älteste produzierende Schokoladenfabrik in Deutschland.
Die Firma hat in Halle, im sächsischen Delitzsch und in Cremlingen rund 500 Mitarbeiter. 2008 hatte die Halloren-Gruppe einen Umsatz von 38,17 Millionen Euro erzielt, 27 Prozent mehr als 2007.
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