09.02.13

Milliarden-Verkauf

Ex-Google-Chef Schmidt stößt 3,2 Millionen Aktien ab

Der frühere Google-Chef macht Kasse und trennt sich von einem 2,5 Milliarden Dollar schweren Paket. Offizieller Grund: Er will liquide sein.

Foto: dpa

Eric Schmidt braucht Geld
Eric Schmidt braucht Geld

Der frühere Google- und jetzige Verwaltungsratschef Eric Schmidt will in den kommenden Monaten Milliarden mit Aktienverkäufen einnehmen. Der 57-Jährige kann demnächst mit dem Verkauf eines Anteils im aktuellen Wert von über 2,5 Milliarden Dollar (1,87 Mrd Euro) beginnen. Schmidt will sich in diesem Jahr von 3,2 Millionen Google-Aktien und damit rund 40 Prozent seiner Beteiligung trennen, wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC von Freitag hervorgeht.

Der Schritt gebe dem Manager mehr individuellen Spielraum und Liquidität, hieß es. Die Verkäufe sollen gestaffelt stattfinden, so dass der Kurs nicht zu sehr leidet. Schmidt stand rund zehn Jahre lang an der Spitze des Internet-Konzerns, bis Mitgründer Larry Page im April 2011 an die Spitze zurückkehrte.

Aktien mit mehr Stimmrechten will Schmidt behalten

Schmidt trennt sich dabei nur von Aktien der Klasse A, die jeweils eine Stimme pro Anteilsschein haben. Er hält – wie die beiden Gründer Page und Sergey Brin auch – zudem Aktien der Klasse B, mit denen man jeweils zehn Stimmrechte hat. Page und Brin kontrollieren durch dieses System mehr als die Hälfte der Stimmrechte und haben damit das Sagen bei allen wichtigen Entscheidungen.

Als einer der größten Google-Aktionäre hielt Schmidt bisher einen Anteil von 2,3 Prozent an dem Unternehmen und 8,2 Prozent der Stimmrechte. Nach dem Verkauf sollen bei ihm noch 1,3 Prozent des Kapitals und fünf Prozent der Stimmrechte liegen.

Eine Sprecherin wollte sich nicht zum genauen Grund für den Aktienverkauf äußern. Die Titel notieren auf derzeit auf Rekordständen. Nachbörslich sanken sie um gut vier Dollar auf 781,26 Dollar. Sie hatten den Handel mit einem Rekordschlusstand von 785,37 Dollar beendet. Zu diesem Preis könnten Schmidt die Aktienverkäufe 2,51 Milliarden Dollar einbringen.

Quelle: dpa/Reuters/ap
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