08.02.13

Boeing

Dreamliner darf fliegen – über unbewohntem Gebiet

Der US-Flugzeugbauer Boeing will die Batterie-Probleme beim Dreamliner lösen und hat dazu eine Sondergenehmigung gefordert. Die Luftfahrtbehörde FAA hat das erlaubt, aber nur unter strengen Auflagen.

Quelle: Reuters
08.02.13 1:00 min.
Die US-Luftverkehrsbehörde FAA erlaubt dem Flugzeugbauer Boeing Testflüge für seinen Dreamliner, um Betrieb und Daten zu Batterie und Elektronik des Flugzeugs zu sammeln.

Die US-Luftverkehrsbehörde FAA erlaubt dem Flugzeugbauer Boeing die beantragten Testflüge für seinen Dreamliner. Hauptzweck der Flüge sei es, im Betrieb Daten zu Batterie und Elektronik des Flugzeugs zu sammeln, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von US-Transportminister Ray LaHood und FAA-Chef Michael Huerta.

Für die Testflüge soll eine ganze Reihe von Restriktionen gelten. Die Flüge dürfen etwa nur in bestimmten Zonen über unbesiedeltem Gebiet stattfinden. Wann die Flüge aufgenommen werden können, war zunächst unklar.

Boeing hatte die Behörde um eine Sondergenehmigung für die Flüge gebeten, um eine mögliche Lösung für die Probleme zu testen. Seit 16. Januar sind alle 50 ausgelieferten Dreamliner auf Anordnung der Behörden am Boden. Grund sind defekte Batterien, die zum Teil in der Luft in Brand geraten waren. Die Ursache dafür ist noch ungeklärt.

Die Nationale Behörde für Transportsicherheit (NTSB) ist in Zusammenarbeit mit dem Flugzeugbauer, dem japanischen Batteriehersteller GS Yuasa sowie anderen Behörden mit dem Fall beauftragt. Eine Vertreterin der Behörde sagte zuvor, möglicherweise sei für die Zukunft im Zusammenhang mit der Zulassung der Batterien ein umfangreicheres Prozedere nötig.

Batterien-Zertifizierung muss überprüft werden

"Die Annahmen, die zur Zertifizierung von Batterien zugrunde gelegt wurden, müssen noch einmal überdacht werden", sagte Deborah Hersman, Direktoriumsmitglied der NTSB.

Sollten tatsächlich die Batterien ganz neu zertifiziert werden müssen, wäre das ein herber Schlag für Boeing. Der Prozess dürfte lange dauern. Für die Fluggesellschaften, die den Dreamliner derzeit nicht einsetzen können, gehen die Kosten schon jetzt in die Millionen. Boeing droht eine Flut von Schadenersatzklagen.

Quelle: Reuters/dma/AFP/dpa
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