06.02.13

Ifo-Indikator

Anzeichen für bessere Konjunktur in der Euro-Zone

Deutschland bleibt die Konjunkturlokomotive. Dies ergibt eine Umfrage des Ifo-Instituts und der Internationalen Handelskammer. Die Experten sehen aber auch bessere Aussichten in der Euro-Zone.

Foto: dpa

Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG inmitten von Coils (aufgewickelte Metallbänder). Experten sehen eine Aufhellung der Konjunktur
Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG inmitten von Coils (aufgewickelte Metallbänder). Experten sehen eine Aufhellung der Konjunktur

Die Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung in der Euro-Zone mehren sich. Der entsprechende Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima legte im ersten Vierteljahr 2013 nach zwei Rückgängen in Folge erstmals wieder zu – auf 95,1 Punkte von 81,7 Zählern im Vorquartal.

"Ein Silberstreif am Horizont ist erkennbar", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn zu einer Expertenumfrage des Ifo-Instituts mit der Internationalen Handelskammer in Paris. Zwar wurde die aktuelle Lage erneut etwas schlechter beurteilt, aber die Erwartungen für die nächsten sechs Monate stiegen auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren.

In Italien, Griechenland, Portugal und Spanien berichteten die befragten Experten weiterhin über eine sehr angeschlagene Wirtschaft. Kaum besser sei die Lage in Frankreich, den Benelux-Staaten und Irland, "ungünstig" in Österreich und Finnland.

Nur in Deutschland und Estland herrsche eine zufriedenstellende Wirtschaftslage. Aber in allen Euro-Mitgliedsländern bis auf Estland haben sich die Erwartungen für die nächsten sechs Monate deutlich aufgehellt.

Schon am Montag war der Sentix-Index für die Wirtschaft in der Euro-Zone das sechste Mal in Folge gestiegen. Die Aussichten für das nächste Halbjahr notierten laut Sentix sogar auf dem höchsten Stand seit Beginn der Finanzkrise vor sechs Jahren. Bereits vor einem Monat hatte das Münchner Ifo-Institut eine leichte Erholung der krisengeschüttelten Euro-Wirtschaft bis zum Sommer vorhergesagt.

Gute Stimmung auch in Osteuropa

Die zuletzt wieder zuversichtlichere Stimmung an den Finanzmärkten weckt auch Hoffnung auf eine Wirtschaftserholung in Zentral- und Osteuropa. Die in der Region tätigen Firmen schätzen die Lage für die kommenden sechs Monaten optimistischer ein als im Herbst vergangenen Jahres, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hervorgeht.

Der entsprechende Indexwert stieg auf 83,7 von 80,9 Punkten. Besser als zuletzt dürfte sich die Wirtschaft vor allem in Russland, Rumänien und Polen entwickeln.

Noch ist von dem erwarteten Aufschwung allerdings nichts zu spüren: Die aktuelle Geschäftslage bewerten die Firmen unverändert verhalten. Zudem halten sie sich mit Investitionen zur Erschließung neuer Märkte zurück und stecken ihr Geld lieber in bestehende Töchter in Zentral- und Osteuropa.

Die OeKB hat für ihre Erhebung im Januar 400 Unternehmen befragt, die von Österreich aus ihre rund 1500 Beteiligungen in Zentral- und Osteuropa steuern.

Quelle: Reuters/dpa/woz
Quelle: dapd
08.01.13 1:11 min.
Aktuellen Konjunkturdaten zufolge wird die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal sinken. Deutsche Unternehmen haben im November weniger Aufträge erzielt als zuvor prognostiziert.
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OECD-BIP-Prognose
  • Euro-Zone

    2012: – 0,4 Prozent

    2013: – 0,1 Prozent

    2014: 1,3 Prozent

  • OECD insgesamt

    2012: 1,4 Prozent

    2013: 1,4 Prozent

    2014: 2,3 Prozent

  • USA

    2012: 2,2 Prozent

    2013: 2,0 Prozent

    2014: 2,8 Prozent

  • Japan

    2012: 1,6 Prozent

    2013: 0,7 Prozent

    2014: 0,8 Prozent

    Bruttoinlandsprodukt real, arbeitstäglich bereinigt, Quelle: dpa

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