06.02.2013, 08:21

Zahlen für 2013 US-Neuverschuldung sinkt auf unter eine Billion


Douglas Elmendorf vom Congressional Budget Office (CBO): Die Verschuldung wird bis 2023 wohl kräftig ansteigen

Foto: YURI GRIPAS / REUTERS

Douglas Elmendorf vom Congressional Budget Office (CBO): Die Verschuldung wird bis 2023 wohl kräftig ansteigen Foto: YURI GRIPAS / REUTERS

Die USA werden erstmals seit fünf Jahren weniger als eine Billion Dollar neue Schulden machen. Das ist immer noch eine gigantische Summe – und die Aussichten für das kommende Jahrzehnt sind düster.

Die amerikanische Bundesregierung wird in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit von 845 Milliarden Dollar (622 Milliarden Euro) ausweisen, wie das Congressional Budget Office (CBO) erklärte. Es wäre das erste Mal in fünf Jahren, dass der Fehlbetrag unter 1 Billion Dollar liegt.

Zum Vergleich: Der gesamte Bundeshaushalt von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird 2013 voraussichtlich ein Volumen von 302 Milliarden Euro haben – allein die amerikanischen Schulden sind also mehr als doppelt so groß.

Das CBO, eine im US-Kongress angesiedelte politisch unabhängige Behörde zur Prüfung und Schätzung der Haushaltsausgaben, begründete die verbesserte Lage mit einem Anstieg an Steuereinnahmen. Im nächsten Jahr rechnet sie mit einem Haushaltsdefizit von 616 Mrd. Dollar.

Auf lange Sicht jedoch bleibe der Ausblick für das Land düster. Bis 2023 werde die öffentliche Verschuldung auf 20 Billionen Dollar klettern.

US-Schuldenstand wird voraussichtlich weiter steigen

"Die Defizite werden voraussichtlich im kommenden Jahrzehnt steigen", hieß es in der vorgelegten Studie. Das liege "am Druck einer alternden Bevölkerung, steigenden Kosten im Gesundheitssystem, einer Zunahme der Zuschüsse der Bundesregierung für Krankenversicherungen und den steigenden Zinszahlungen für die Schulden der Bundesregierung."

(Bloomberg/lw)
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