Technologie
IBM erhöht nach gutem Quartal Gewinnprognose
Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM hat trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs im zweiten Quartal seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Kostensenkungen und die Verlagerung auf profitablere Geschäftsfelder verhalfen dem einstigen PC-Giganten zudem zu einem überraschend hohen Gewinn.
Der IT-Konzern IBM trotzt der Rezession: Nach einem unerwartet kräftigen Gewinnanstieg von 12 Prozent im zweiten Quartal hob der Konzern die Gewinnprognose für das Gesamtjahr deutlich an. Während das Geschäft mit Computern unter der Wirtschafsflaute litt, profitierten die Bereiche Dienstleistungen und Software sogar von der Krise. Unternehmen fragten mehr Dienstleistungen nach, um die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern, erklärte IBM.
Der Konzern-Gewinn stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar oder 2,32 Dollar pro Aktie. Damit übertraf das Unternehmen die Analysten-Erwartungen von etwa 2,02 Dollar pro Aktie deutlich. Der Umsatz fiel allerdings um 13 Prozent auf 23,25 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 23,59 Milliarden Dollar gerechnet.
Trotz der Rezession will das Unternehmen im Gesamtjahr 9,70 Dollar pro Aktie verdienen. Zuvor war der Konzern von 9,20 Dollar pro Anteilsschein ausgegangen. Obwohl die Umsätze nicht steigen, geht der IT-Gigant davon aus, mit Dienstleistungen und Software mehr Geld verdienen zu können. "Wir sind zuversichtlich, dass IBM gut aufgestellt ist, um das Beste aus aktuellen Wachstumschancen zu machen und von künftigen Entwicklungen nach einem Anspringen der Konjunktur zu profitieren", erklärte Vorstandschef Sam Palmisano.
Die IBM-Zahlen signalisieren allerdings noch keine Trendwende bei den allgemeinen Unternehmensinvestitionen in IT-Technologie. So verzeichnete der Bereich Hardware einen Umsatz-Rückgang von 26 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar, weil viele Unternehmen größere Anschaffungen in diesem Bereich verschieben.
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