01.02.13

45 Milliarden Gewinn

Öl-Riese ExxonMobil rückt Apple auf die Pelle

Für die Ölkonzerne war 2012 ein durchwachsenes Jahr. Doch am Ende dürfen sie sich nicht beklagen: Die Gewinne sind astronomisch. ExxonMobil liefert sich sogar mit Apple ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Foto: AP

Kräftige Gewinne: ExxonMobile
Kräftige Gewinne: ExxonMobile

Die drei größten US-Ölkonzerne haben im vergangenen Jahr annähernd 80 Milliarden Dollar verdient. Damit lag der Gesamtgewinn von ExxonMobil, Chevron und ConocoPhillips nur marginal unter dem des sehr guten Vorjahres. Umgerechnet verdienten die Multis zusammen 59 Milliarden Euro – ein Betrag, der ausreichen würde, um deutsche Spitzenkonzerne wie die Allianz, BMW oder Daimler auf einen Schlag zu kaufen.

Topverdiener war einmal mehr ExxonMobil. Der Konzern betreibt in Deutschland die Esso-Tankstellen und gehört damit zu den größten amerikanischen Konzernen im Land. ExxonMobil konnte seinen Jahresgewinn um 9 Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar hochschrauben, wie das Unternehmen am Freitag am Sitz im texanischen Irving mitteilte.

Exxon liefert sich mit Apple derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens. Zuletzt lag Apple wieder leicht vorne.

Geld durch Weiterverarbeitung

Vor allem die Weiterverarbeitung des Rohöls in den Raffinerien und der Verkauf an den Tankstellen warfen im vergangenen Jahr mehr Geld ab. Dagegen fiel die Fördermenge bei Öl und Gas und ExxonMobil musste mehr Geld in die Erschließung neuer Vorkommen stecken. Das Unternehmen habe Rekordausgaben gehabt, erklärte Konzernchef Rex Tillerson.

Ein ähnliches Bild bot sich bei der Nummer zwei unter den US-Ölkonzernen: Chevron. Weil der Multi neue Vorkommen in Nigeria, den USA und Thailand anzapfte, stieg die Förderung im Schlussquartal allerdings wieder leicht an.

Es reichte indes nicht ganz aus, um einen Durchhänger im Sommer auszugleichen, als Hurrican "Isaac" die Produktion durcheinander brachte und Reparaturen notwendig wurden. Der Jahresgewinn fiel um 3 Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar, wie der Konzern ebenfalls am Freitag mitteilte.

ConocoPhillips mit Gewinneinbruch

Bereits am Mittwoch hatte ConocoPhillips seine Geschäftszahlen veröffentlicht – und musste einen Gewinneinbruch um ein Drittel auf 8,4 Milliarden Dollar hinnehmen.

Der Konzern hatte zur Jahresmitte sein Raffinerie- und Tankstellen-Geschäft abgespalten und unter dem Namen Phillips 66 als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht. Dazu gehören in Deutschland auch die Jet-Tankstellen. Die Gewinne der ehemaligen Sparten fehlten nun.

Auch der britische Ölmulti Shell hat im Gesamtjahr einen Gewinnrückgang um 14 Prozent auf 26,6 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. Grund waren hier vor allem niedrigere Öl- und Gaspreise im ersten Halbjahr. Im zweiten Halbjahr entspannte sich die Lage und im Schlussquartal verdiente Shell wieder mehr als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: dpa/fp
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Starke Unwetter Erneut Überschwemmungen im Westen
Geplatze Wasserleitung Neun Meter hohe Fontäne überschwemmt Teile von…
Paris Die Luxus-Ratten vom Louvre
Hollywood-Stars So wild feiern Lopez und Bullock Geburtstag
Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. KommentareTürkischer PremierErdogans Hassparolen bedrohen auch unseren Frieden
  2. 2. AuslandNahost-KonfliktIsrael forciert Offensive bei Suche nach Vermisstem
  3. 3. WeltgeschehenEurocity entgleistDutzende Verletzte bei Zugunglück in Mannheim
  4. 4. Panorama"Welt"-Nachtblog++ Fabrik explodiert in China – viele Tote ++
  5. 5. WirtschaftDongfeng-41Die Angst der USA vor Chinas neuer Super-Rakete
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Solinger Uhrenmodel

Ben Dahlhaus, der Hype um das neue Sex-Symbol

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote