01.02.13

Ölkonzern Pemex

Mindestens 25 Tote bei Explosion in Mexiko-Stadt

Eine Explosion in der Konzernzentrale des mexikanischen Ölkonzerns Pemex hat mindestens 25 Menschen das Leben gekostet, mehr als 100 wurden verletzt. Es wird weiter nach Verschütteten gesucht.

Quelle: Reuters
01.02.13 0:41 min.
Bei einer Explosion in der Zentrale des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Pemex in Mexiko-Stadt sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Über die Ursache der Detonation ist noch nichts bekannt.

Bei einer Explosion in der Zentrale des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Petróleos Mexicanos (Pemex) sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen.

Bei der Detonation wurden nach Angaben des Innenministers Miguel Ángel Osorio Chong in Mexiko-Stadt zudem mehr als 100 Menschen verletzt, wie die Zeitung "El Universal" in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Etwa 30 Menschen seien verschüttet worden.

Einer der Verschütteten konnte bislang lebend geborgen werden, teilte der Minister mit. Die genaue Ursache der Explosion um 16 Uhr Ortszeit (23 Uhr MEZ) im Keller des Gebäudes war zunächst unklar. Einige Zeugen sprachen von zwei Detonationen. Pemex-Quellen erwähnten eine Überhitzung der Kühlanlage des Gebäudes.

"Plötzlich gab es eine große Erschütterung"

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Erdöl-Techniker, Moisés Flores, sprach von einer mangelhaften Wartung der Heiz- und Kühlanlage. Viele der mehreren Tausend Angestellte der Pemex-Verwaltung seien zum Zeitpunkt der Explosion nicht im Gebäude gewesen.

"Plötzlich gab es eine große Erschütterung , die erste Etage war voll von Trümmern, das Licht ging aus", sagte der Pemex-Angestellte Cristian Obele dem Fernsehsender Milenio. Glasscherben seien in alle Richtungen geflogen, erklärte weinend eine weitere Überlebende.

Das 214 Meter hohe Gebäude wurde evakuiert und die Straßen der Umgebung gesperrt. Vier der 54 Etagen wurden schwer beschädigt.

Die 1984 eingeweihte Pemex-Tower, das zweithöchste Gebäude in Mexiko-Stadt, gilt als besonders erdbebensicher. Es konnte dem Beben der Stärke 8,2 von 1985 ohne Schäden widerstehen.

Präsident fährt zum Unglücksort

Der Präsident Enrique Peña Nieto begab sich zum Unglücksort. Der Staatschef versprach eine gründliche Untersuchung der Ursachen.

Peña Nieto hatte am Vortag über Twitter energisch die Möglichkeit einer Privatisierung von Pemex im Rahmen einer geplanten Reform der Energiepolitik dementiert.

Pemex gehört mit 32 Milliarden Dollar Umsatz (2012) zu den größten Erdölkonzernen der Welt.

Im September 2012 waren in einem Pemex-Gaslager im nordmexikanischen Bundesstaat Tamaulipas bei einer Explosion 30 Menschen umgekommen.

Quelle: dpa/cat
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