29.01.2013, 00:18

Dreamliner Boeing-Rivale warnte vor Gefahr von Batterien

Die Ursache für die explodierte Batterie eines Dreamliners von Boeing ist noch nicht gefunden. Aber auf mögliche Gefahren bei den Batterien hat Boeing-Rivale Airbus schon vor einem Jahr hingewiesen.

Fast ein Jahr vor dem Auftauchen von Sicherheitsproblemen beim Dreamliner von Boeing hat der Rivale Airbus auf die Gefahren von Lithium-Ionen-Batterien hingewiesen.

Der europäische Flugzeugbauer machte bei einer Fachtagung im März 2012 auf Risiken wie Entflammbarkeit oder Explosionen aufmerksam, wie aus Präsentationsfolien hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlagen. "Die Risiken im Zusammenhang mit Lithium-Batterien verlangen die Aufmerksamkeit der gesamten Branche", hieß es demnach in einem Vortrag von einer für die Sicherheit des neuen A350 zuständigen Managerin. Das Unternehmen, das Lithium-Ionen-Batterien im A350 einsetzen will, wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Die Dreamliner von Boeing dürften wohl noch eine ganze Weile ausfallen. Weitere Ermittlungen hätten noch immer nicht die Ursache für die in Brand geratene Batterie gefunden, teilte die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB mit.

Man sei bei den Prüfungen auf keine "offensichtlichen Normabweichungen" gestoßen. Deshalb seien weitere detaillierte Tests nötig.

Bei einer geparkten 787 von Japan Airlines am Flughafen in Boston hatte Anfang Januar eine Batterie-Explosion einen Brand ausgelöst. Die US-Luftverkehrsbehörde FAA hatte in der vergangenen Woche angeordnet, alle Dreamliner in den USA am Boden zu lassen, bis die Ursachen für die Batterieprobleme geklärt sind.

Der Airbus-Konkurrent hat die Auslieferung der Maschinen gestoppt, will die Produktion des Langstreckenflugzeugs aber fortsetzen.

(Reuters/sara)
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