21.01.2013, 07:40

Tarifstreit Coca-Cola-Mitarbeiter in Deutschland streiken

Tausende Beschäftigte des Getränkeherstellers Coca-Cola wollen in dieser Woche die Arbeit niederlegen. Der Kampf für mehr Lohn beginnt in Bayern. Bislang klaffen die Forderungen stark auseinander.

An den bayerischen Coca-Cola-Standorten Traunreut und Memmingen haben die Beschäftigten mit Warnstreiks begonnen. Rund 1800 Beschäftigte an zwölf Standorten sind nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) aufgerufen, sich an den Protesten zu beteiligen.

Auch im Mannheimer Coca-Cola-Werk ruht die Arbeit bereits, neben Bayern und Baden-Württemberg sind auch in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Ausstände geplant.

Bundesweit sollen die Mitarbeiter an verschiedenen Tagen an nahezu 50 Coca-Cola Standorten jeweils für mehrere Stunden die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft will damit den Druck vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde am 30. Januar erhöhen.

Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr

Beide Seiten streiten über eine Lohnerhöhung, die Arbeitszeit sowie den möglichen Abbau von Arbeitsplätzen. Die NGG fordert sechs Prozent mehr Lohn für die 10.600 Beschäftigten in Deutschland bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Coca-Cola hat eine zweistufige Einkommenserhöhung angeboten mit 2,5 Prozent im ersten Jahr und 2,0 Prozent im zweiten Jahr.

Die Offerte enthält nach Angaben eines Sprechers auch höhere Beiträge in die Altersvorsorge. Auszubildende sollten monatlich 100 Euro mehr bekommen. Im Gegenzug verlange Coca-Cola einen Tarifvertrag mit flexibleren Arbeitszeiten als bisher.

(dpa/cat)
Di, 11.12.2012, 09.24 Uhr

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Video: dapd
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