Boeings Langstreckenjet 787 ist das Prestigeprojekt des US-Konzerns. Doch der Dreamliner hatte schon in der Entwicklungsphase mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, sodass sich die Auslieferung der ersten Maschinen um dreieinhalb Jahre verzögerte. In den vergangenen Monaten warf eine Pannenserie immer neue Fragen zur Sicherheit auf.
Pannen bei Boeing
Japan überprüft Batteriehersteller des Dreamliners
Die Pannenserie bei Boeings Flagschiff, dem Dreamliner, wird auch für andere Firmen unangenehm. Japanische und US-Behörden nehmen Zulieferer unter die Lupe. Über die Ursache wird weiter gerätselt.
Nach der Pannenserie mit Boeings "Dreamliner" nehmen Japans Behörden den heimischen Batteriehersteller GS Yuasa genauer unter die Lupe. Wie japanische Medien meldeten, suchten die Ermittler gemeinsam mit US-Kollegen die Büros der Firma GS Yuasa auf.
Das in Kyoto ansässige Unternehmen liefert die Lithium-Ion-Batterien für den Langstreckenflieger. Es besteht Verdacht, dass Probleme mit den Batterien Ursache der Pannen sein könnte. Die Luftfahrtbehörden haben inzwischen weltweit ein Startverbot für den "Dreamliner" verhängt. Auch stoppte Boeing die Auslieferung neuer Maschinen.
Feuergefahr bei Batterien
Direkter Auslöser für das Flugverbot war die Notlandung eines "Dreamliners" in Japan, in dem eine von zwei eingebauten Batterien geschmort hatte. GS Yuasa gehört zu Japans führenden Herstellern von Lithium-Ion-Batterien. Die Akkus werden seit Jahren für die Konsumelektronik eingesetzt und sind auch in Elektrofahrzeugen sowie Hybrid-Autos verbaut.
Allerdings sorgen die Batterien mitunter durch ihre Feuergefährlichkeit für Schlagzeilen. So musste unter anderem der Elektronikriese Sony einmal Tausende der Akkus zurückrufen. GS Yuasa will nach eigenen Aussagen mit den Behörden voll kooperieren.
US-Fachleute überprüfen Zulieferer
Fachleute in den USA nehmen zudem das Bordaggregat und die Ladegeräte der Batterien unter die Lupe, teilte die Behörde für Verkehrssicherheit (NTSB) mit. Die Hersteller sicherten ihre Kooperation zu.
Die Ladegeräte werden von Securaplane Technologies, einer Tochter der britischen Meggitt produziert. Das Bordaggregat stammt von United Technologies, die den Großteil der elektrischen Systeme an Bord des Prestigefliegers stellen.
Boeing stoppt Auslieferung
Die Ursache der Probleme mit den Batterien ist nach wie vor unklar. Eine zu hohe Spannung als Ursache für die Explosion einer Batterie in einer geparkten 787-Maschine am Bostoner Flughafen Anfang Januar hat die NTSB aber ausgeschlossen.
Der Hersteller Boeing hat die Auslieferung der Maschinen gestoppt. Die Produktion des Langstreckenflugzeugs soll aber fortgesetzt werden. Weltweit hatten Behörden die 50 bereits ausgelieferten 787-Jets aus dem Verkehr gezogen.
















