17.01.13

Krebsleiden

Krimi-Autor Jakob Arjouni stirbt mit 48 Jahren

Seine Krimis mit dem deutsch-türkischen Ermittler Kemal Kayankaya sind Klassiker: Der erfolgreiche Romanautor Jakob Arjouni erlag im Alter von nur 48 Jahren einem langen und schweren Krebsleiden.

Foto: picture-alliance/ ZB

Der Schriftsteller Jakob Arjouni war mit seiner Krimireihe um den Ermittler Kemal Kayankaya sehr erfolgreich. Jetzt verstarb er im Alter von 48 Jahren
Der Schriftsteller Jakob Arjouni war mit seiner Krimireihe um den Ermittler Kemal Kayankaya sehr erfolgreich. Jetzt verstarb er im Alter von 48 Jahren

Der Schriftsteller Jakob Arjouni ist tot. Wie der Diogenes-Verlag mitteilte, ist der Autor und Dramatiker im Alter von 48 Jahren nach einer schweren Krebserkrankung in der Nacht zum Donnerstag in Berlin gestorben. Bekannt wurde der in Frankfurt am Main geborene Arjouni vor allem als Krimi-Schriftsteller.

Mit 21 Jahren erfand er den melancholischen Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya, der in dem Krimi "Happy birthday, Türke!" zum ersten Mal ermittelte. Anfang der 1990er-Jahre wurde das Buch von Doris Dörrie verfilmt.

Auseinandersetzung mit Gewalt

Es folgten drei weitere Fälle mit Detektiv Kayankaya. 1992 erhielt Arjouni für "Ein Mann, ein Mord" den Deutschen Krimipreis. Im Herbst 2012 erschien der fünfte Band der Serie mit dem deutsch-türkischen Ermittler, die längst zu den Klassikern der Kriminalliteratur zählt: "Bruder Kemal".

Neben seinen Theaterstücken umfasst sein Werk u.a. die Berlin-Romane "Magic Hoffmann" (1996) und "Der heilige Eddy" (2009) sowie "Idioten. Fünf Märchen" (2003). Seine Romane "Hausaufgaben", "Chez Max" und vor allem der Roman über einen ostdeutschen Nazimitläufer, "Cherryman jagt Mister White", sind mittlerweile Schullektüre. Das Thema, das sich wie ein roter Faden durch Arjounis Werk zieht, ist die Auseinandersetzung mit Gewalt in all ihren Formen.

Arjouni war der Sohn des Dramatikers Hans Günter Michelsen, seinen Nachnamen hatte er von seiner Ex-Frau angenommen, die aus Marokko stammt. Er lebte laut Diogenes mit seiner jetzigen Frau und seinen Kindern in Berlin und Südfrankreich.

Quelle: dpa/hoc
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