17.01.13

Boeing

"Dreamliner"-Startverbot für USA, Indien und Chile

Nach der Pannenserie beim "Dreamliner" von Boeing hat die US-Luftfahrtbehörde FAA ein Startverbot verhängt. Andere Staaten sind dem bereits gefolgt - ein Desaster für den US-Flugzeugbauer.

Quelle: Reuters
17.01.13 0:46 min.
Europa, Japan und Indien schlossen sich einer entsprechenden Anordnung der US-Luftfahrtbehörde FAA an. Diese hatte angewiesen, die Dreamliner in den USA vorübergehend aus dem Verkehr zu ziehen.

Boeings Vorzeigeflieger "Dreamliner" muss nach einer Reihe von Pannen in den Vereinigten Staaten vorerst am Boden bleiben. Die Luftfahrtbehörde FAA hat diese Anordnung am späten Mittwoch in Washington erlassen. Als Grund nannte sie das Risiko eines Feuers durch die eingebauten Batterien.

Direkt vorausgegangen war eine Notlandung eines "Dreamliners" in Japan, nachdem eine Batterie geschmort hatte. Die beiden japanischen Fluglinien All Nippon Airways und Japan Airlines hatten daraufhin für Mittwoch und Donnerstag alle Flüge mit dem Langstreckenjet gestrichen. In der Vorwoche hatte eine Batterie eines am Boden stehenden "Dreamliners" in Boston gebrannt.

United Airlines in der Bringschuld

Bislang hat Boeing 50 "Dreamliner" ausgeliefert, die Hälfte davon ging nach Japan. In den USA fliegt bislang nur United Airlines das Modell und ist entsprechend von der FAA-Anordnung betroffen. Die sechs Maschinen dürften erst dann wieder abheben, wenn die Fluggesellschaft gegenüber der Luftfahrtbehörde nachgewiesen habe, dass die Batterien sicher seien, erklärte die FAA.

Dreamliner bleiben auch in Indien und Chile auf dem Boden

Als Reaktion auf die Pannenserie beim sogenannten Dreamliner hat nun auch Air India seine Flüge mit Maschinen des Typs Boeing 787 gestrichen. Die Anordnung dazu sei von der indischen Luftverkehrsbehörde gekommen, teilte die Airline am Donnerstag mit.

Air India verfügt über sechs Maschinen des amerikanischen Vorzeigefliegers. Nach einem Bericht der britischen BBC kündigte auch die chilenische Fluggesellschaft LAN an, alle Dreamliner-Flüge nach Absprache mit der nationalen Luftverkehrsbehörde zu streichen.

In Deutschland betreibt bislang keine einzige Fluggesellschaft den "Dreamliner". Air Berlin hat aber 15 Stück bestellt. Tui Travel will 13 Maschinen abnehmen. Die Boeing-Aktie fiel nachbörslich um weitere 2 Prozent.

Quelle: dpa/dapd/fbr
Quelle: Reuters
11.01.13 2:06 min.
Die Pannenserie beim neuen Prestigemodell von Boeing, dem "Dreamliner", reißt nicht ab. Nach einer Woche fast täglicher Zwischenfälle leitete die US-Luftfahrtbehörde FAA jetzt eine Untersuchung ein.
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