07.01.2013, 18:33

Streit mit Fannie Mae Faule Kredite kosten Bank of America Milliarden


Der Handel mit faulen Immobilienkrediten kommt die Bank of America teuer zu stehen

Foto: PAUL J. RICHARDS / AFP

Der Handel mit faulen Immobilienkrediten kommt die Bank of America teuer zu stehen Foto: PAUL J. RICHARDS / AFP

Die Bank of America hatte faule Immobilienkredite mit guter Bonität versehen und an Fannie Mae weiterverkauft. Der Ausgleich kostet 11,6 Milliarden Dollar, das Geldhaus warnt vor einem Gewinneinbruch.

Die Bank of America hat ihren Streit mit dem staatlichen US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae wegen des Verkaufs fauler Immobilienkredite beigelegt – zum Preis von 11,6 Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro).

Soviel zahlt die Bank of America dem Hausfinanzierer. Ihr Gewinn vor Steuern im vierten Quartal werde daher beträchtlich schmaler ausfallen, warnte das Geldinstitut.

Die Bank of America zahlt Fannie Mae den Angaben zufolge 3,55 Milliarden Dollar in bar. Für weitere 6,75 Milliarden Dollar übernimmt sie 30.000 Hypothekenkredite von Fannie Mae, bei denen es wahrscheinlich ist, dass die Kunden sie nicht zurückzahlen können.

Faule Kredite mit guter Bonität versehen

Die Kredite wurden zwischen Anfang 2000 und Ende 2008 vergeben. Fannie Mae erklärte, dass die Bank of America in einem separaten Vergleich der Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit Problemen bei der Tilgung von Hypotheken zugestimmt habe.

Die Bank of America und ihre in der Finanzkrise übernommene Tochter Countrywide Financial hatten faule Kredite mit einer guten Bonität versehen und an Fannie Mae und den zweiten staatlichen US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac weiterverkauft.

Ab 2007 hatten in den USA dann immer mehr einkommensschwache US-Hausbesitzer ihre Darlehen wegen steigender Zinsen nicht mehr abzahlen können. Dies löste eine weltweite Krise aus, weil die schlecht abgesicherten Kredite von Bank zu Bank als Geldanlage weitergereicht wurden.

(AFP/me)
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