07.01.13

Sparkalender

Zwölf Monate Schnäppchen

Sparkalender: Wer rechtzeitig kauft, kann kräftig sparen.

Von Harald Czycholl
Foto: dpa
Schnäppchenjäger können das ganze Jahr über gute Geschäfte machen - man muss nur wissen wann
Schnäppchenjäger können das ganze Jahr über gute Geschäfte machen - man muss nur wissen wann

– Wer genau hinschaut, kann das ganze Jahr über sparen: Es gibt jeden Monat Dinge, die besonders günstig sind. Im Januar kann man beim Kauf von CDs, Pralinen und Krawatten sparen, im Februar sind Fahrradhelme dran und im März können Schnäppchenjäger mit Hilfe von Frühbucherrabatte günstig Urlaubsreisen abgreifen. Die Berliner Morgenpost hat für ihre Leser Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ausgewertet und einen großen Sparkalender zusammengestellt.

Januar

Die Reste vom Fest sind zu Jahresbeginn besonders günstig: Sekt – natürlich zu Silvester gerne gekauft – ist jetzt ein Ladenhüter. Denn viele Menschen haben noch ein paar Flaschen im Keller und brauchen zunächst ihre Vorräte auf. Das gilt auch für Rot- und Weißwein. Deshalb versuchen die Supermärkte, ihre Vorräte mit Hilfe von Rabatten loszuwerden. Das gleiche Bild bietet sich bei Pralinen: Sie werden zu Weihnachten gerne verschenkt, weshalb die Händler vor dem Fest ihre Lager auffüllen. Die Reste werden im Januar günstig abverkauft. Auch für andere beliebte Weihnachtsgeschenke gibt es jetzt Rabatte: Die Preise beispielsweise für Krawatten sind im Keller, CDs gibt es jetzt ebenfalls besonders günstig in den Geschäften und bei Online-Händlern.

Februar

Im Februar purzeln die Preise für Apfelsinen und Zitronen. Denn in südlicheren Gefilden ist jetzt Erntezeit – das Angebot steigt. Und während der Winter so langsam zu Ende geht, kann es sich lohnen, schon an die noch lange entfernt liegende nächste kalte Jahreszeit zu denken: Mützen zum Beispiel gibt es jetzt sehr günstig. Bevor mit den ersten Sonnenstrahlen die Fahrradsaison beginnt, sind auch die Drahtesel noch günstig zu haben, ebenso Zubehör wie Fahrradhelme. Auch Gartenutensilien, mit denen man jetzt noch nicht so viel anfangen kann, sie aber ein paar Wochen später umso häufiger braucht, sollte man jetzt kaufen: Gartenmöbel, Sonnenschirme, Spaten oder Heckenscheren sind so günstig wie sonst nie im Jahr.

März

Der Frühling hat gerade angefangen, da sollte man schon an den Sommer denken – und den entsprechenden Urlaub planen. Denn wer noch im März zuschlägt und seinen Urlaub bucht, kommt noch in den Genuss von Frühbucherrabatten. Wer ganz vorausschauend plant, denkt sogar schon an den nächsten Winterurlaub: Denn Skier, Snowboards und das entsprechende Zubehör sind jetzt zum Saisonende im Schlussverkauf und daher besonders günstig. Und auch Filmfans kommen im März auf ihre Kosten: DVDs sind im März plötzlich billig zu haben. In der kalten Jahreszeit werden sie noch häufig gekauft – mit den ersten Sonnenstrahlen mutieren sie zum Ladenhüter, den Händler nur noch mit Rabatten an den Mann bringen können.

April

Der April macht, was er will – das gilt auch für die Preise. Kaum etwas ist im April besonders günstig oder auch besonders teuer. Mit viel gutem Willen lassen sich hier noch Teppiche nennen – deren Preise erreichten den Daten des Statistischen Bundesamtes zufolge zumindest in den Jahren 2010 und 2012 im April ihren Tiefpunkt – 2011 allerdings erst im Mai. Und auch wenn im April die Preise für Haustiere angesichts des sich vermehrt einstellenden Nachwuchses im Keller sind: Wer schaut beim vierbeinigen Gefährten schon zuallererst auf den Preis – und erst dann auf den Charakter?

Mai

Ein gutes Buch, einen frischen, duftenden Kaffee – und dann ab in den Liegestuhl im Garten und die Sonnenstrahlen genießen. Gut, dass beides – Kaffee und Bücher – im Mai günstig zu haben ist. Der Grund für den Preisverfall bei Büchern: Kurz bevor der Sommer beginnt, bringen die Buchverlage alljährlich die günstigeren Taschenbuchausgaben der neuen Titel auf den Markt, die zum Weihnachtsgeschäft in einer teureren, gebundenen Form in den Läden standen. Warum der Kaffeepreis ausgerechnet im Mai seinen jährlichen Tiefpunkt erreicht, weiß niemand so genau – jedenfalls kann es lohnen, sich je nach vorhandenem Lagerraum einen kleinen oder auch größeren Vorrat anzulegen.

Juni

Die Biergartensaison strebt ihrem Höhepunkt entgegen – und der Bierpreis fällt auf sein Jahrestief. Denn wenn viel konsumiert wird, wollen auch viele Händler etwas vom Kuchen abhaben – und locken mit Sonderangeboten. Auch Holzkohle- und Elektrogrills sind jetzt, passend zum Beginn der Grillsaison, günstig. Denn zwar ist jetzt die Nachfrage nach Grills besonders hoch – dafür gibt es sie aber auch an jeder Ecke. Und pünktlich zum Beginn der Ferienzeit beginnt auch der Preisverfall bei Campingzubehör. Vom Klappstuhl über Zelte und Luftmatratzen bis zum Campinganhänger: Für Campingfreunde ist jetzt das Schnäppchenpotenzial am höchsten.

Juli

Wenn der Sommer Sonnenschein, Badewetter und laue Nächte beschert, ist die Zeit der leichten Speisen. Praktischerweise sind Salat und Gurken jetzt auch besonders günstig. Denn jetzt wird auch in Deutschland geerntet und zu den importierten Gewächshausgurken und Salaten kommen die heimischen Produkte. Das Angebot steigt stärker als die Nachfrage, weshalb die Preise fallen. Gleich doppelt profitiert, wer zu seinem Salatteller gerne Fisch mag: Denn auch die Preise für Frischfisch sind im Keller. Und obwohl der Sommer gerade erst so richtig begonnen hat, läuten viele Modegeschäfte schon den Sommerschlussverkauf ein. Wer Kleidung zum Schnäppchenpreis sucht, sollte jetzt zuschlagen – noch ist die Auswahl groß.

August

Obwohl es noch schön warm und grün ist, lohnt es sich trotzdem schon, an die kalte Jahreszeit zu denken – und sich etwas Grün für den Winter zu sichern: Die Preise für Topfpflanzen fallen im August auf ihr Jahrestief. Männer, die ihrer Frau eine Freude machen wollen, können jetzt bei Blumensträußen sparen – denn Schnittblumen sind ebenfalls günstig zu haben. Und die Möbelpreise sind ebenfalls im Keller, was wohl auf die geringe Nachfrage zurückzuführen sein dürfte. Denn wer hat schon Lust, Möbelbausätze schwedischer Bauart zusammenzupuzzeln, wenn es draußen schön sonnig und warm ist? Aber nach dem Kauf lässt sich der Aufbau ja auch auf graue Herbsttage verschieben.

September

Der Sommer und damit auch die Grillsaison neigen sich im September dem Ende entgegen. Das Angebot an entsprechenden Zutaten ist aber immer noch groß. Deshalb senken die Einzelhändler die Preise, um Platz in den Lagern zu schaffen. Bratwürste sind jetzt besonders günstig zu bekommen: Die Preise gehen von Juni an zurück und erreichen im September ihren Tiefpunkt. Auch Weintrauben sind jetzt billig – schließlich ist nun die Zeit der Weinlese. Das führt zu einem Trauben-Überangebot und damit zu sinkenden Preisen. Auch die Bananenpreise erreichen im September ihren Tiefpunkt, bevor sie im Herbst wieder kräftig anziehen.

Oktober

Im Oktober steht die Apfelernte an und Supermärkte, Wochenmärkte und Hofläden locken mit Regalen voller Boskoop, Golden Delicious, Braeburn und Co. Mit dem rapide steigenden Angebot fallen auch die Preise. Für Verbraucher kann es sich jetzt lohnen, einen kleinen Vorrat anzulegen. Was die Preisentwicklung betrifft, lassen sich Äpfel übrigens doch mit Birnen vergleichen. Denn auch letztere sind im Oktober besonders günstig. Und wem der Gedanke an den Winter kalte Schauer über den Rücken laufen lässt, sollte jetzt für die Weihnachtsferien eine Reise in wärmere Gefilde buchen. Ende Oktober laufen nämlich die Frühbucherrabatte aus.

November

Wer gerne heimische Gemüsesorten mag – Rotkohl und Möhren beispielsweise, aber auch Kartoffeln – sollte sich jetzt einen kleinen Vorrat anlegen. Denn sie sind im November besonders günstig zu haben. Schließlich ist die Ernte eingefahren, die Lager sind gut gefüllt. Auch Nüsse und andere Backzutaten für die Adventszeit sollte man bereits im November auf Vorrat kaufen. Denn je näher das Weihnachtsfest rückt, umso stärker ziehen die Preise an. Und auch wenn das neue Jahr noch ein paar Wochen entfernt ist, sollte man schon jetzt daran denken – und sich einen Kalender zulegen. Denn pünktlich zum Weihnachtsgeschäft werden Kalender im Dezember teurer.

Dezember

Traditionell wird zu Weihnachten gerne Unterhaltungselektronik verschenkt – und der Dezember ist auch der Monat, in dem man DVD-Spieler, Flachbildfernseher, Digitalkameras und Co. besonders günstig bekommt. Das liegt daran, dass die großen Elektronikketten im Weihnachtsgeschäft ihren Umsatz mit Rabattaktionen ankurbeln wollen und sich mit Kampfpreisen gegenseitig unterbieten. Gleiches gilt für Weihnachtsgebäck wie Stollen, Lebkuchen und Plätzchen: Zwar ist die Nachfrage hier im Dezember naturgemäß am höchsten, es hat aber eben auch jeder Supermarkt ein großes Angebot, das er unbedingt bis Weihnachten loswerden will. Das sorgt für fallende Preise – zur Freude der Verbraucher.

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