03.01.2013, 07:11

Illegale Absprachen Kartellamt verhängt höchste Bußgelder seit 2008


Das letzte große Bußgeld des Jahres 2012 kassierten RTL und ProSiebenSat.1

Foto: Peer Grimm / dpa

Das letzte große Bußgeld des Jahres 2012 kassierten RTL und ProSiebenSat.1 Foto: Peer Grimm / dpa

Die Zahl illegaler Preisabsprachen in Deutschland hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Das Kartellamt brummte den Firmen 2012 Strafen von mehr als 300 Millionen Euro auf.

Das Bundeskartellamt hat im vergangenen Jahr rund 303 Millionen Euro an Bußgeldern wegen verbotener Absprachen verhängt. Das ist nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" die größte Summe an Strafgeldern seit 2008. Damals habe die Summe bei rund 314 Millionen Euro gelegen.

Die Wettbewerbshüter hatten bereits im Dezember festgestellt, dass sich der Trend zu mehr Kartellfällen fortsetze. Illegale Absprachen würde sich kreuz und quer durch alle Branchen finden.

Höchstes Bußgeld an Schienenkartell

Die höchsten Bußgelder verhängte das Kartellamt mit insgesamt 124,5 Millionen Euro gegen die Mitglieder des sogenannten Schienenkartells. In diesem Fall wird auch im kommenden Jahr weiter ermittelt.

Kurz vor Jahresschluss hatte sich das Ergebnis für 2012 noch einmal kräftig erhöht. Die Wettbewerbsbehörde gab am Freitag eine Buße von insgesamt rund 55 Millionen Euro gegen die Sendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL bekannt.

Den Unternehmen wurde vorgeworfen, bei der Einführung der Verschlüsselung ihrer digitalen Free-TV-Programme wettbewerbswidrige Absprachen getroffen zu haben.

(dpa/cat)
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