27.12.12

Portugal

Fraport geht bei Flughafen-Übernahme leer aus

Der Frankfurter Airportbetreiber Fraport hat das Rennen um die Übernahme der wichtigsten Flughäfen Portugals verloren. Bei der Privatisierung der Verwaltungsbehörde erhielt Frankreich den Zuschlag.

Foto: REUTERS

Ein Trolley-Sammler am Flughafen Lissabon: Der französische Bau- und Infrastrukturkonzern Vinci erhält den Zuschlag für den portugiesischen Flughafenbetreiber ANA, zu dem auch der portugiesische Hauptstadtflughafen gehört
Ein Trolley-Sammler am Flughafen Lissabon: Der französische Bau- und Infrastrukturkonzern Vinci erhält den Zuschlag für den portugiesischen Flughafenbetreiber ANA, zu dem auch der portugiesische Hauptstadtflughafen gehört

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geht bei der Privatisierung der portugiesischen Flughäfen leer aus. Der französische Bau- und Infrastrukturkonzern Vinci erhalte den Zuschlag für den portugiesischen Flughafenbetreiber ANA, teilte die Regierung in Lissabon am Donnerstag mit. Den Preis nannte sie zunächst nicht. Aus Kreisen war zuvor bereits verlautet, Vinci bezahle für ANA rund drei Milliarden Euro.

Fraport war zusammen mit Vinci, dem Flughafen Zürich und der argentinischen Corporacion America bis zuletzt im Rennen gewesen. ANA ist für die Bieter interessant, weil der Staatsbetrieb profitabel ist und seine Flughäfen wichtige Drehkreuze in Ferienregionen sind: Dazu gehören nicht nur die Airports in Lissabon und Porto, sondern auch jene, auf denen die Touristen für die Feriengebiete an der Algarve, in Alentejo und auf den Azoren landen.

Mit dem 2011 begonnenen Privatisierungsprogramm will das vom Bankrott bedrohte Euroland Portugal die Auflagen der internationalen Geldgeber erfüllen und seine Schulden abbauen.

Umsetzung bis Anfang 2013

Der Staat trennte sich bereits unter anderem von 40 Prozent des Kapitals des Energieversorgers REN sowie von 21,35 Prozent des Kapitals des Stromriesen EDP. Nächstes Jahr will Portugal unter anderem auch die Staatspost CTT, Teile der Wasserbetriebe "Aguas de Portugal" sowie Schiffswerften im Norden des Landes privatisieren.

Durch das ANA-Geschäft würden sich die dank der Privatisierungen in die Staatskassen bereits geflossenen Gelder auf 6,4 Milliarden erhöhen, rechnete die zuständige Staatssekretärin im Finanzministerium, Maria Luís Albuquerque, vor.

Damit habe man das Mindestziel von 5,5 Milliarden bereits übertroffen. Die Privatisierung der Flughafen-Verwaltungsbehörde soll nach den Vorstellungen der Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho bis Anfang 2013 umgesetzt werden.

Quelle: dpa/Reuters/sara
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