24.12.2012, 14:52

Finanzchef Zimmerer Allianz-Manager gegen Bankenrettung mit Steuergeld

Der Finanzvorstand der Allianz hat dazu aufgerufen, die Rettung von Banken mit Staatsgeld zu beenden. Sie sei Steuerzahlern schwer zu vermitteln. Eine Bank könnte auch einmal abgewickelt werden.

Steuerzahler sollten nach Ansicht von Allianz-Finanzvorstand Maximilian Zimmerer nicht länger für Banken in die Bresche springen. "Man sollte generell damit aufhören, Banken mit Staatsgeldern zu retten", sagte Zimmerer dem "Tagesspiegel". "Das ist nicht besonders gesund, und es ist dem Bürger auch schwer zu vermitteln."

Finanzinstitute sollten laut Zimmerer über soviel Kapital verfügen, dass sie sich selber tragen. "Aber man muss auch überlegen, was nötig ist, um eventuell eine Bank auch mal abzuwickeln."

Deutschland braucht starke Banken

Eine Trennung von Investment- und Privatbanken bei Großbanken hält Zimmerer für "nicht zwingend". Es gebe Synergien zwischen beiden Sparten.

Generell brauche eine weltweit verflochtene und auf Export ausgelegte Wirtschaft Banken, die weltweit und breit aufgestellt seien. "Es ist wichtig für die deutsche Volkswirtschaft, dass es starke internationale deutsche Banken gibt."

Sturmschäden noch nicht absehbar

Zu den Kosten für den Hurrikan "Sandy" nannte Zimmerer keine Details. "Ein Großteil der Schäden entfällt auf Versicherungen gegen Betriebsunterbrechungen, und da warten wir noch auf Zahlen."

Der Sturm war Ende Oktober durch acht Bundesstaaten im Nordosten der USA gefegt. Dutzende Menschen starben und die Behörden ordneten Massenevakuierungen an. Schwer getroffen wurden unter anderem die Millionenmetropole New York und der bevölkerungsreiche Bundesstaat New Jersey.

(Reuters/cat)
Do, 13.12.2012, 14.00 Uhr

Die Ausgestaltung der einheitlichen Bankenaufsicht durch die EZB ist auch bei der deutschen Börse in Frankfurt ein Thema. Oliver Roth, Chefhändler der Close Brothers Seydler Bank, rät zur Vorsicht.

Video: Reuters
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