24.12.2012, 10:48

Außenhandel Deutsche Exporteure erwarten 2013 gute Geschäfte

Do, 13.12.2012, 16.31 Uhr

Nach dem Konjunkturrückgang im Winter wird die Wirtschaft nach Ansicht des Ifo-Instituts wieder Fahrt aufnehmen. Für das Gesamtjahr 2013 erwarten die Münchner ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent.

Video: Reuters
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Der deutsche Außenhandel kann sich trotz Krise in der Euro-Zone auch im kommenden Jahr behaupten. Experten rechnen mit einem Anstieg der Exporte – allerdings unter dem langjährigen Durchschnitt.

Die deutsche Ausfuhrwirtschaft wird nach Erwartung des Industrie- und Handelskammertags (DIHK) auch 2013 wachsen, allerdings nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren.

Trotz zunehmender Handelshemmnisse und einer eher schwachen Konjunktur in den Industriestaaten kämen dennoch erhebliche Impulse aus den Schwellen- und Entwicklungsländern, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf den DIHK.

Unterdurchschnittliche Zuwachsraten

"2013 wird sich die deutsche Außenwirtschaft auch in schwierigem Umfeld behaupten können", wird DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zitiert. Zu rechnen sei mit einem Zuwachs von vier Prozent, was allerdings unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liege.

Dennoch wird der Außenhandel nach Ansicht von Experten auf lange Sicht der wichtigste Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft bleiben. Dabei entwickele sich der Dienstleistungssektor immer stärker zum Exportschlager, sagte der Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA), Anton F. Börner, der dpa. Deutsche Systemlösungen und Kundendienstleistungen seien gefragt wie nie zuvor.

Dienstleistungssektor könnte stark anziehen

Allein 2012 sind laut BGA Dienstleistungen mit einem Gesamtvolumen von 200 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert worden. Die Kurve zeige steil nach oben: "Wir rechnen in den nächsten zehn bis 15 Jahren mit sehr starkem Wachstum", sagte der BGA-Chef.

Dabei spiele Europa nur eine Nebenrolle – wichtige Märkte seien vor allem aufstrebende Länder wie China oder Indien. Der Ausbau der Infrastruktur in diesen Staaten biete riesige Chancen.

Euro-Krise noch lange nicht überwunden

Für 2013 rechnet Börner wie der DIHK damit, dass die deutschen Exporte insgesamt um dreieinhalb bis vier Prozent wachsen. "Wenn es ganz toll läuft, können es auch fünf Prozent sein", sagte der Verbandschef. Damit würden die Ausfuhren auf rund 1,16 Milliarden Euro steigen.

Hauptgrund dafür, dass die Zuwachsraten hinter denen der vergangenen Jahre zurückbleiben dürften, ist laut Börner die Euro-Schuldenkrise, die aus seiner Sicht noch lange nicht überwunden ist.

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