23.12.12

Jobangebote

BMW und Porsche haben Interesse an Opelanern

Nach dem angekündigten Aus für das Bochumer Opel-Werk bangen viele Mitarbeiter um ihre Jobs. Autokonzerne wie BMW und Porsche machen ihnen jedoch Hoffnung auf eine Neuanstellung.

Quelle: Reuters
11.12.12 2:23 min.
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat dem Opel-Mutterkonzern General Motors grobe Managementfehler vorgeworfen. Laut Rösler sind staatliche Hilfen für Opel nicht möglich.

Die von Arbeitslosigkeit bedrohten Beschäftigten des Autoherstellers Opel können einem Zeitungsbericht zufolge auf Anstellung in anderen Unternehmen der Branche hoffen. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung stellen mehrere Autokonzerne den Opelanern Arbeitsplätze in Aussicht.

"Wir suchen ständig erfahrene und qualifizierte Fachkräfte, die zu uns passen," sagte BMW-Recruitingchef Michael Albrecht der Zeitung. Unter anderem würden im Werk Leipzig Facharbeiter für die Produktion des Elektroautos BMW i3 gesucht.

Porsche an Fachkräften interessiert

Porsche-Personalvorstand Thomas Edig betonte, der Sportwagen-Hersteller sei "immer an qualifizierten Mitarbeitern interessiert. Wenn diese bereits bei anderen Herstellern Erfahrungen gesammelt haben, ist das hilfreich." Auch der Autozulieferer Continental stellt dem Bericht zufolge Opel-Mitarbeitern Jobs in Aussicht.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) begrüßte die Jobangebote. "Die Opelaner gehören mit zu den besten Autobauern in Deutschland und in der Welt", sagte Rösler der Zeitung. "Deswegen macht Euch keine Sorgen: Ihr werdet gebraucht."

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hatte Anfang Dezember angekündigt, am Standort Bochum ab 2016 keine Autos mehr bauen zu lassen.

Die Opel-Werke in Europa

In Deutschland arbeiten nach Firmenangaben insgesamt etwa 20.300 Beschäftigte an vier Standorten. In Bochum laufen der Astra Classic und der Zafira Tourer vom Band. Rund 3200 Menschen sind direkt im Unternehmen beschäftigt, rund 1000 bei Partner- und Fremdfirmen.

In Eisenach bauen knapp 1600 Beschäftigte den Corsa, von 2013 an auch den Adam. Am Stammsitz Rüsselsheim werden der Insignia sowie – noch – ein Astra-Modell gefertigt. 13 800 Mitarbeiter sind hier tätig, davon 3500 in der Produktion und 7000 in den Bereichen Entwicklung und Design. In Kaiserslautern bauen knapp 2500 Beschäftigte Komponenten, Motoren und Achsen.

In Gleiwitz in Polen läuft seit 2011 nur noch der Astra vom Band; in Polen sind rund 3500 Menschen beschäftigt. Am Standort Saragossa in Spanien fertigen rund 5500 Mitarbeiter den Corsa, den Meriva und den Combo. In Großbritannien bauen etwa 2100 Beschäftigte in Ellesmere Port Astra-Modelle. In Luton wird der Transporter Opel Vivaro von 1100 Menschen gefertigt.

Motoren und/oder Getriebe werden zudem in Szentgotthárd in Ungarn mit 660 Mitarbeitern und Aspern in Österreich mit 1700 Mitarbeitern sowie in einem Joint Venture in Tychy in Polen hergestellt. In Rüsselsheim und im italienischen Turin hat Opel zudem Entwicklungszentren.

Quelle: dapd/cat
Quelle: Reuters
10.12.12 1:28 min.
Mit Auslaufen der aktuellen Zafira-Produktion im Jahr 2016 baut Opel im Werk Bochum keine kompletten Fahrzeuge mehr. Ein Logistikzentrum und eine Komponentenfertigung sollen die Produktion ersetzen.
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