20.12.12

Wirtschaftsprognose

Konjunktur 2013 – Rösler warnt vor "rauen Zeiten"

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat in einem Interview die Konjunkturerwartungen für das kommende Jahr gedämpft. Aber er schob gleich hinterher: "Krisen sollte man nicht herbeireden."

Foto: dapd

Philipp Rösler: skeptisch für 2013
Philipp Rösler: skeptisch für 2013

Wirtschaftsminister Philipp Rösler hat die Konjunkturerwartungen für das nächste Jahr gedämpft. "Die Zeiten werden rauer", sagte Rösler der "Passauer Neuen Presse".

Die Konjunktur werde sich 2013 abschwächen. Die Unruhe in der Euro-Zone führe zu Verunsicherung bei den Unternehmen und dämpfe die Investitionen. "Aber Krisen sollte man nicht herbeireden", fügte der FDP-Vorsitzende hinzu.

Generell stehe die deutsche Wirtschaft robust da. Die aktuelle Prognose der Regierung belaufe sich auf ein Prozent Wachstum für 2013.

Das DIW-Institut glaubt, dass die Konjunktur im nächsten Jahr wieder zügig Fahrt aufnehmen. Die Abkühlung der Weltkonjunktur und die Krise im Euro-Raum seien derzeit zwar eine spürbare Belastung.

"Die Flaute wird aber nicht lange anhalten", sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Denn die globale Nachfrage werde allmählich wieder für mehr Schwung sorgen. "Die deutschen Unternehmen, die gerade auch in den schnell wachsenden Schwellenländern gut aufgestellt sind, werden hiervon merklich profitieren."

Sie könnten die günstigen Finanzierungsbedingungen mehr und mehr nutzen, um ihre Investitionen deutlich ausweiten, erklärte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Das Wirtschaftsministerium wird Mitte Januar seine neue Prognose für den Jahreswirtschaftsbericht der Regierung vorstellen. Erst im Oktober hatte das Ministerium seine Erwartungen für 2013 von 1,6 auf 1,0 Prozent gesenkt.

"Revisionsbedarf" nach unten

Die Bundesbank rechnet inzwischen nur noch mit einem Plus von 0,4 Prozent. Angesichts der Konjunkturdelle im Winter bereitet auch die Regierung eine erneute Senkung vor. "Es wird aus heutiger Sicht einen Revisionsbedarf nach unten geben", hatte Bernhard Heitzer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium kürzlich erklärt.

Quelle: Reuters/lw
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