19.12.12

Rekordumsatz

2012 war bestes Jahr in der Geschichte der Messe Berlin

Das ICC und die skandalträchtige Chef-Suche bestimmten in diesem Jahr die Schlagzeilen. Doch die Messe Berlin erzielte auch einen Rekordumsatz.

Foto: picture-alliance/ ZB

Rekordjahr für die Messe Berlin
Rekordjahr für die Messe Berlin

Die Messe Berlin hat in diesem Jahr mit 245 Millionen Euro den höchsten Umsatz ihrer Geschichte erzielt. "Wir sind damit 15 Millionen Euro über Plan gelandet", sagte Messe-Chef Raimund Hosch. Alles deute auf einen Gewinn von mehr als fünf Millionen Euro hin. Das sei eine gute Ausgangsposition für seinen Nachfolger Christian Göke, sagte Hosch, der im Sommer in den Ruhestand geht.

"Christian Göke ist der absolut Richtige." In 13 Jahren enger Zusammenarbeit hätten Göke und er immer die gleiche Philosophie zur Entwicklung des Unternehmens gehabt. "Wir haben somit eine Erfolgsstory hinbekommen."

BER-Debakel drückt das Ergebnis

Negativ wirkte sich laut Hosch im vergangenen Jahr allerdings das Debakel um den Hauptstadtflughafen aus. "Die Verschiebung kostet uns zwischen sechs und neun Millionen Euro Ergebnis." Unter anderem habe die Modemesse Panorama verschoben werden müssen, die im Juni auf dem neuen Gelände am Flughafen öffnen sollte. Sobald der Hauptstadtflughafen in Betrieb gehe, habe die Messe hier aber ein Alleinstellungsmerkmal: "So können Top-Einkäufer nach der Ankunft direkt über das Flugfeld auf die Messe gelangen."

Gründe für den Rekordumsatz sind laut Hosch in erster Linie die fünf Leitmessen Internationale Grüne Woche, Fruit Logistica, die ITB, IFA und Innotrans. "Die sind alle sehr gut gelaufen. Vor allem die internationale Funkausstellung und die Innotrans waren sensationell", sagte Hosch. Mehr als 1,1 Millionen Besucher kamen zu den Veranstaltungen der Messe.

Sorgen macht der Messe dagegen die Staatsschuldenkrise: Viele Aussteller kämen aus südeuropäischen Ländern, die größere wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, sagte Hosch. Das wirke sich bei einigen Veranstaltungen aus. Bislang seien die Anmeldungen für 2013 aber im Plan.

Berlin lockt die Messe-Kunden

Derzeit ist es laut Hosch einfacher, im Ausland Werbung für und mit Berlin zu machen, als für Deutschland. "Berlin ist mit seiner multikulturellen Vielfältigkeit einfach interessant und hat ein spezielles Feeling." Das habe sich weltweit herumgesprochen. Abwanderungstendenzen bei großen Messeveranstaltungen sieht Hosch daher nicht. Auch beim Kongressgeschäft, das etwa zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, sei eher davon auszugehen, dass die Messe ihre Marktanteile ausbaue.

Schon jetzt liegen laut Hosch viele Anfragen für den CityCube vor – die neue Kongress- und Messehalle soll 2014 eröffnet werden. "Wir gehen von einer Vollauslastung für 2014 und die folgenden Jahre aus", sagte der Messe-Chef. Das ICC (Internationales Congress Centrum Berlin), wo bislang ein Großteil der Kongresse stattfand, wird Anfang 2014 geschlossen. Es soll für maximal 200 Millionen Euro saniert werden. Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) will mit privaten Investoren ein Konzept entwickeln, das neben dem Kongressgeschäft auch andere Optionen eröffnet.

Quelle: dpa/ap
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