19.12.12

Geschäftsklima

Ifo-Index steigt den zweiten Monat in Folge

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember erneut aufgehellt. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts stieg auf den höchsten Wert seit Juli. Doch der Winter wird hart.

Quelle: Reuters
13.12.2012 1:53 min.
Nach dem Konjunkturrückgang im Winter wird die Wirtschaft nach Ansicht des Ifo-Instituts wieder Fahrt aufnehmen. Für das Gesamtjahr 2013 erwarten die Münchner ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent.

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember den zweiten Monat in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg um 1,0 auf 102,4 Punkte und damit auf den höchsten Wert seit Juli, teilte das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mit.

"Die Unternehmen sind in froher weihnachtlicher Erwartung", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 102,0 Punkte gerechnet. Im November war das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer erstmals wieder gestiegen, nachdem es zuvor sechs Monate in Folge gesunken war.

Die Firmenchefs schätzten die Aussichten für die kommenden sechs Monate optimistischer ein. Das Barometer für die Geschäftserwartungen kletterte um 2,7 auf 97,9 Punkte. Die Lage wurde dagegen schlechter bewertet. Dieser Index fiel um 1,0 auf 107,1 Zähler.

Lichtblick aus der Industrie

Einen Lichtblick lieferte vor allem die Industrie. "Die Geschäftserwartungen verzeichneten den stärksten Anstieg seit August 2009", sagte Sinn. "Auch die Erwartungen an das Exportgeschäft sind erneut gestiegen."

Bei den Dienstleistern und in der Baubranche hellte sich die Stimmung ebenfalls auf. Im Groß- und Einzelhandel trübte sich das Geschäftsklima dagegen ein.

Harter Winter

Trotz des Ifo-Anstiegs gehen die meisten Ökonomen und auch die Bundesregierung davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal schrumpfen wird – zum ersten Mal seit einem Jahr.

Da die Konjunkturdelle den Winter über anhalten dürfte, steht die Bundesregierung vor einer erneuten Senkung ihrer Prognose für 2013. "Es wird aus heutiger Sicht einen Revisionsbedarf nach unten geben", sagte Bernhard Heitzer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.

Sein Haus erstellt Mitte Januar die neue Prognose für die Regierung. Erst im Oktober hatte das Ministerium die Prognose von 1,6 auf 1,0 Prozent gesenkt. Die Bundesbank rechnet inzwischen nur noch mit plus 0,4 Prozent.

Quelle: dpa/Reuters/cat
Quelle: dapd
27.11.2012 1:58 min.
Vor allem für die Euro-Zone sehen die Pariser Wirtschaftsforscher schwarz. Dort werde die Wirtschaft im laufenden, wie kommenden Jahr schrumpfen. Verantwortlich dafür seien die Politiker.
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OECD-BIP-Prognose
  • Euro-Zone

    2012: – 0,4 Prozent

    2013: – 0,1 Prozent

    2014: 1,3 Prozent

  • OECD insgesamt

    2012: 1,4 Prozent

    2013: 1,4 Prozent

    2014: 2,3 Prozent

  • USA

    2012: 2,2 Prozent

    2013: 2,0 Prozent

    2014: 2,8 Prozent

  • Japan

    2012: 1,6 Prozent

    2013: 0,7 Prozent

    2014: 0,8 Prozent

    Bruttoinlandsprodukt real, arbeitstäglich bereinigt, Quelle: dpa

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