18.12.12

Ratingagentur

S&P hebt Griechenland um sechs Stufen nach oben

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Griechenland: Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit des Landes besser bewertet. Beträchtliche Risiken gebe es aber noch immer.

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat Griechenlands Kreditwürdigkeit um sechs Stufen vom "teilweisen Kreditausfall" (SD) auf die Wertung B-/B angehoben.

Die Agentur sprach am Dienstag zugleich von einem stabilen Ausblick für das neue Rating. Zur Begründung erklärte S&P, ihrer Meinung nach sei die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion fest entschlossen, Griechenland in der Euro-Zone zu behalten.

Der Internationale Bankenverband IIF erklärte unterdessen, trotz der teilweise an Griechenland ausgezahlten Kredite der internationalen Gläubiger gebe es nach wie vor beträchtliche Risiken.

Das griechische Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr voraussichtlich um vier bis fünf Prozent zurückgehen, außerdem würden neue Sparmaßnahmen den sozialen Zusammenhalt in Frage stellen.

Neue Auszahlungen am Mittwoch

Die neuen Kredite für Griechenland im Umfang von 34,3 Milliarden Euro sollen nach Angaben aus Regierungskreisen in Athen bis Mittwoch ausgezahlt sein.

Nach einer am Montag überwiesenen ersten Tranche von sieben Milliarden Euro sollen 11,3 Milliarden Euro für den Rückkauf von Staatsschulden überwiesen werden, sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag. Weitere 16 Milliarden Euro würden für die Rekapitalisierung von Banken des hoch verschuldeten Landes erwartet.

Athen hatte zuletzt Erst vergangene Woche hatten die Euro-Finanzminister nach monatelanger Hängepartie 49,1 Milliarden Euro an Notkrediten endgültig freigegeben.

Quelle: AFP/sara
Quelle: Reuters
13.12.12 1:05 min.
In den nächsten Tagen wird Griechenland einen Teil der dringend benötigten Milliardenhilfe der Geldgeber bekommen. Nach Ansicht von Finanzminister Wolfgang Schäuble war dies ein wichtiger Schritt.
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Die drei Ratingagenturen
  • Standard & Poor's

    Der Ratingriese S&P ist Teil des Gemischtwarenladens McGraw-Hill – ein börsennotierter Medienkonzern, der unter anderem Schulbücher verlegt. An McGraw-Hill wiederum sind große Investmentfonds beteiligt sowie Unternehmenschef Harold McGraw.

  • Moody's

    Der härteste Konkurrent von S&P ist selbst börsennotiert. Anteile halten eher unauffällige Investmentfonds, aber auch Investoren-Legende Warren Buffett, der mit seiner Firma Berkshire Hathaway auf mehr als zehn Prozent der Moody’s-Anteile kommt. Als S&P 2011 die Kreditwürdigkeit der USA von der Topnote AAA auf AA herabstufte, kritisierte Buffett dies scharf.

  • Fitch

    Die kleinere Nummer drei geht ebenfalls auf einen US-amerikanischen Gründer zurück, gehört heute aber zu 60 Prozent dem börsennotierten französischen Finanzinvestor Fimalac. Die restlichen Anteile hält der US-Medienkonzern Hearst („Cosmopolitan“, „Elle“, ESPN). Hinter Fimalac steht der in Frankreich weit vernetzte Geschäftsmann und Unternehmer Marc Ladreit de Lacharrière. Fitch sitzt in New York und London.

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