11.12.12

Arbeitslosigkeit

Krise vernichtet 13 Millionen Jobs von Frauen

Seit Beginn der Finanzkrise 2008 haben weltweit 13 Millionen Frauen ihre Arbeit verloren. Damit hat sich der Trend der Angleichung bei der Beschäftigung bei Männer und Frauen umgekehrt.

Foto: REUTERS

Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bei der Vorstellung des Lohn-Reports
Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bei der Vorstellung des Lohn-Reports

Mehr als 13 Millionen Frauen haben seit Beginn der globalen Wirtschaftskrise im Jahr 2008 laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ihren Job verloren.

In den Entwicklungsländern habe der Abschwung vor allem im verarbeitenden Gewerbe Arbeitsplätze für Frauen zerstört, teilte die ILO in ihrem Bericht "Global Employment Trends for Women 2012" in Genf mit.

Während sich weltweit die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei Arbeitslosigkeit und Beschäftigungsgrad bis 2007 verkleinert hätten, habe die Finanzkrise diese Tendenz umgekehrt. Dies treffe insbesondere auf Industrieländer zu.

Zwischen 2002 und 2007 belief sich den ILO-Angaben zufolge die durchschnittliche Arbeitslosenquote bei Frauen auf 5,8 Prozent gegenüber 5,3 Prozent bei Männern. 2012 betrug sie bei Frauen 6,4 Prozent gegenüber 5,7 Prozent bei Männern.

Mehr Frauen in prekären Beschäftigungen

In den reichen Ländern seien in den vergangenen vier Jahren Arbeitsplätze für Frauen zumal im Erziehungs- und Gesundheitswesen verloren gegangen, hieß es.

Die Internationale Arbeitsorganisation gab weiter an, dass 2012 der Anteil der Frauen in den sogenannten prekären Beschäftigungssituation höher sei als der Anteil der Männer in diesen Lagen. Bei Frauen liege der Anteil bei 50 Prozent, bei den Männern seien es 48 Prozent.

Prekäre Beschäftigungen bieten den Arbeitnehmern keine soziale Absicherung. Oft handelt es sich bei den Betroffenen um Freischaffende, die zu wenig Geld für ihre soziale Absicherung verdienen.

Im Jahr 2012 arbeiteten rund 17 Prozent der beschäftigten Frauen in Industriebetrieben, rund 33 Prozent der Frauen verdienten ihr Geld in der Landwirtschaft, rund die Hälfte der Frauen hatte ein Auskommen im Dienstleistungsbereich.

Quelle: epd/dpa/woz
Quelle: Reuters
21.09.12 1:28 min.
Der beschlossene Vorschlag schreibt einen Frauenanteil in den Aufsichtsräten von börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen von 20 Prozent ab dem Jahr 2018 vor. 40 Prozent sollen es ab 2023 sein.
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