11.12.12

Illegale Transfers

Großbank HSBC zahlt Rekordstrafe wegen Geldwäsche

Die Bank soll Geld für Drogenkartelle und Länder wie den Iran in die USA geschleust haben. Nun büßt die HSBC mit 1,46 Milliarden Euro dafür.

Foto: REUTERS

Die HSBC soll Drogengelder gewaschen und Geld aus zweifelhaften Staaten transferiert haben
Die HSBC soll Drogengelder gewaschen und Geld aus zweifelhaften Staaten transferiert haben

Die britische Großbank HSBC kann den Geldwäsche-Skandal in den USA gegen Zahlung einer Rekordstrafe beilegen. Die US-Behörden haben sich mit der Bank auf eine Summe von 1,92 Milliarden US-Dollar (1,46 Milliarden Euro) geeinigt, wie das Geldhaus am Dienstagmorgen mitteilte. "Wir akzeptieren unsere Verantwortung für unsere Fehler in der Vergangenheit", sagte Unternehmenschef Stuart Gulliver.

Die USA hatten der Bank vorgeworfen, über Jahre Geldwäsche unterstützt zu haben. Aus Ländern wie Mexiko, Iran und Saudi-Arabien sollen HSBC-Filialen Milliarden in die USA transferiert und Drogenhändlern sowie Finanzierern des Terrorismus in die Hände gespielt haben. HSBC hatte im Sommer schwere Fehler eingeräumt und auch personelle Konsequenzen gezogen. So musste der Chefaufseher über die Unternehmenskultur ("Head of Compliance"), David Bagley, zurück treten.

Abkommen mit dem US-Justizministerium

Die jetzt getroffene Einigung beinhalte ein Abkommen mit dem US-Justizministerium, teilte die britische Bank am Dienstag mit. HSBC werde demnach nicht angeklagt, wenn die Bank unter anderem durch interne Kontrollen die Voraussetzungen dafür schaffe, dass Geldwäsche dort nicht mehr vorkommen könne. Auch mit anderen US-Behörden gebe es Einigungen.

HSBC ist nicht die einzige britische Bank, die wegen ihrer Geschäftspraktiken ins Visier der US-Behörden geraten ist. Wie am Montag bekannt wurde, muss Standard Chartered wegen unerlaubter Geschäften mit dem Iran weitere 327 Millionen US-Dollar Strafe zahlen. Bereits im Sommer hatte sich Standard Chartered mit der New Yorker Finanzaufsicht auf die Zahlung von 340 Millionen Dollar wegen Sanktionsverstößen geeinigt.

Quelle: dpa/dapd/ap
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