05.12.12

Treibstoff-Leck

Boeing ruft alle Dreamliner in die Werkstatt zurück

Der Airbus-Konkurrent hat wieder Ärger mit seinem neuen Flieger. Diesmal machen die Treibstoffleitungen Sorgen und müssen überprüft werden.

Foto: AFP

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Wegen eines möglichen Lecks in den Treibstoffleitungen müssen alle Boeing-Flugzeuge vom Typ 787 Dreamliner vorerst am Boden bleiben. Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete die Inspektion der Langstreckenflugzeuge für Mittwoch an, teilte der Airbus-Konkurrent in Chicago mit.

Die Mängel waren aufgefallen, nachdem bei zwei der Leichtgewichtsflugzeuge Treibstoff ausgelaufen war. Der Boeing 787 Dreamliner hatte bereits in der Entwicklungsphase mit zahlreichen Problemen zu kämpfen.

Boeing hat die Überprüfung selbst empfohlen. Der US-Hersteller warnte, fehlerhaft installierte Verbindungen der Treibstoffleitungen könne dazu führen, dass die Turbinen nicht die volle Leistung bringen oder dass sie in Brand geraten. Es gebe aber mehrere Sicherheitssysteme, die solche Zwischenfälle verhindern sollten.

33 Dreamliner bisher ausgeliefert

Der "Dreamliner" ist das modernste Passagierflugzeug am Himmel und für Boeing entsprechend wichtig im Kampf mit dem europäischen Erzrivalen Airbus. Der setzt seinen A350 dagegen, dessen Produktion nach ebenfalls mehrmaligen Verzögerungen gerade angelaufen ist. Der für 200 bis 300 Passagiere ausgelegte Dreamliner ist das erste Großraumflugzeug, dessen Rumpf zu einem Großteil aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff besteht. Die Erstauslieferung an All Nippon Airways erfolgte am 25. September 2011.

Insgesamt sind weltweit derzeit 33 Dreamliner-Flugzeuge im Einsatz. Die größten Boeing-787-Kunden sind die japanische All Nippon Airways, Japan Airlines und Air India. Die Auslieferung der ersten Maschinen des Prestigeobjekts hatte sich wegen diverser Probleme um dreieinhalb Jahre verzögert. Derzeit erhöht Boeing seine Dreamliner-Produktion, um einen Überhang von 838 Aufträgen im Wert von mehr als 173 Milliarden Dollar abzubauen.

Hälfte der Flieger bereits überprüft

Erst am Dienstag war ein "Dreamliner" der US-Fluggesellschaft United Continental in New Orleans notgelandet. United und Boeing konnten zunächst keine genaue Ursache nennen. Boeings Heimatzeitung "Seattle Times" berichtete von einer Fehlfunktion in der Elektronik. Eine Flut von Cockpit-Anzeigen hätte einen Systemfehler nahegelegt. Der Pilot habe sich deshalb entschieden, sicherheitshalber zu landen.

Wegen des Treibstoff-Lecks hatte Boeing seinen Kunden bereits Ende November empfohlen, die Maschinen zur Überprüfung zu schicken. Rund die Hälfte der Inspektionen seien inzwischen abgeschlossen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Zudem wolle Boeing sicherstellen, dass die Montage bei neuen Flugzeugen korrekt verlaufe.

Quelle: Reuters/dpa/ap
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