04.12.2012, 09:22

Konjunktur Deutscher Export legt trotz Euro-Krise kräftig zu


Nachfrageschub aus den USA: In den deutschen Containerhäfen gibt es viel nach Übersee zu verladen

Foto: Axel Heimken / dapd

Nachfrageschub aus den USA: In den deutschen Containerhäfen gibt es viel nach Übersee zu verladen Foto: Axel Heimken / dapd

Die Euro-Krise scheint der deutschen Exportwirtschaft wenig anhaben zu können. Die Zahlen zeigen auch im dritten Quartal nach oben – vor allem ein Land schreit förmlich nach deutschen Produkten.

Die deutsche Wirtschaft hat im dritten Quartal deutlich mehr exportiert als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt legten die Ausfuhren von Juli bis September um 3,6 Prozent auf nun 275,4 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Einen Satz machten dabei die Exporte in Länder außerhalb der EU: Sie legten den Angaben zufolge um 9,9 Prozent auf 122,3 Milliarden Euro zu. Dagegen schwächelten die Ausfuhren in die EU, die um 0,9 Prozent auf 153,0 Milliarden Euro schrumpften.

Wichtigstes europäisches Abnehmerland war den Statistikern zufolge Frankreich, das ein Plus von 3,8 Prozent verzeichnete. Weniger Waren gingen dagegen nach Spanien (minus 13,2 Prozent), Italien (minus 12,4 Prozent), Portugal (minus 11 Prozent) und Griechenland (minus 6,9 Prozent).

Bei den Exporten außerhalb der EU legten vor allem die USA rasant zu: Dorthin gingen Waren und Dienstleistungen im Wert von 23,6 Milliarden Euro – ein Plus von mehr als einem Viertel.

Auch Südkorea und Japan erreichten zweistellige Zuwachsraten, der Handel mit China verzeichnete dagegen nur einen leichten Zuwachs von 0,9 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro.

Billionenmarke geknackt

Laut Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) überschritten die deutschen Exporte Ende November erneut die Billionen-Grenze. 2011 hatte Deutschland erstmals Waren und Dienstleistungen im Wert von über einer Billion Euro ausgeführt.

2012 wird sich der Wert der Ausfuhren nach Berechnungen des BGA voraussichtlich auf 1103 Milliarden Euro belaufen. Das wäre ein Anstieg um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

(dapd/AFP/lw)
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